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Familienfreundlichkeit - Der Film: Gute Beispiele aus der Praxis

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„Unsere Vielfalt ist unsere wirtschaftliche Stärke. Das bedeutet für uns ganz klar: Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen.”

Kasper Rorsted,
Mitglied der Geschäftsführung,
Henkel AG & Co. KGaA

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Familienfreundlichkeit rechnet sich

Familienbewusstsein ist ein harter Wettbewerbs- und Standortfaktor – diese Erkenntnis ist in den Chefetagen und Personalabteilungen vieler Unternehmen angekommen. Mittlerweile ist aus der weit verbreiteten Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema in vielen Betrieben bereits gelebter Alltag geworden. Denn Familienfreundlichkeit rechnet sich besonders für Unternehmen.

Lohnende Investitionen

Familienfreundlichkeit lohnt sich sowohl für Kleinbetriebe als auch für große Konzerne. Der betriebswirtschaftliche Nutzen kann die Investitionen deutlich übersteigen – und das sogar kurzfristig. Die Werttreiber familienfreundlicher Maßnahmen sind:

  • einfachere Rekrutierung
  • geringere Fluktuation = geringere Wiederbeschaffungskosten
  • geringere Kosten der Elternzeit (Überbrückung, Wiedereingliederung)
  • besseres Betriebsklima, höhere Motivation und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten
  • weniger Fehlzeiten (geringerer Krankenstand, kürzere Elternzeiten)
  • erhöhte Produktivität

Die Möglichkeiten für eine familienbewusste Personalpolitik sind vielfältig und reichen über die Einrichtung von flexiblen Arbeitszeiten und Telearbeitsplätzen bis hin zur betrieblichen Kinderbetreuung. Rechenbeispiele zeigen, wie viel Unternehmen durch Familienfreundlichkeit einsparen können und was ein Betriebskindergarten kostet.

Familienfreundlichkeit motiviert

Viele Unternehmen haben erkannt, dass ihr Angebot an familienbewussten Maßnahmen die Motivation und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigert. So ergab eine Umfrage der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung aus dem Jahr 2003, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen eine höhere Mitarbeitermotivation durch familienfreundliche Maßnahmen festgestellt haben. Laut einer Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem gleichen Jahr ist denn auch die höhere Arbeitszufriedenheit für drei Viertel der befragten Firmen ein Motiv für Familienfreundlichkeit.

Die motivationssteigernde Wirkung bestätigen Beispiele aus der Praxis. Regelmäßige unternehmensinterne Umfragen der Henkel KGaA etwa belegen, dass die Beschäftigten mit den familienfreundlichen Maßnahmen zufrieden sind und sich mit ihren Bedürfnissen ernst genommen fühlen. Auch die Komsa Kommunikation Sachsen AG nennt eine generell hohe Mitarbeitermotivation als Folge ihrer familienfreundlichen Personalpolitik.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen diesen positiven Effekt übrigens genauso. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2005 zeigt: Rund 75 Prozent der 16- bis 44-jährigen Beschäftigten sind grundsätzlich davon überzeugt, dass Familienfreundlichkeit ihrem Betrieb eher Vorteile verschafft – und 63 Prozent der Arbeitgeber sehen den besonderen Nutzen in einer höheren Motivation der Mitarbeiter.

Weniger Fehlzeiten, niedrigere Kosten

Familienbewusste Angebote senken die Fehlzeiten im Betrieb, denn Eltern können so ihre Doppelbelastung reduzieren und sind seltener krank. Und: Familienfreundlichkeit verkürzt die Elternzeiten; das Unternehmen spart dadurch Kosten für Überbrückung und Wiedereingliederung. Zudem reduziert sich die Zahl der Beschäftigten, die gar nicht aus der Elternzeit zurückkehren. Der Betrieb senkt damit seinen Aufwand für die Wiederbesetzung von Stellen.

Dass dies funktioniert, zeigt beispielsweise das Unternehmen Anton Schönberger Stahlbau & Metalltechnik aus Schwarzach. Der Betrieb hat mit familienfreundlichen Maßnahmen einen Krankenstand von nur 1,8 Prozent und eine Fluktuationsrate von null Prozent erzielt. Auch beim Tübinger Textil- und Bekleidungsunternehmen Gerhard Rösch liegen Krankenstand und Fluktuation durch familienfreundliche Maßnahmen weit unter dem Durchschnitt.


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