Johannes Winklhofer

Johannes Winklhofer

Bayern
Geschäftsführender Gesellschafter, Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG und Botschafter für das Land Bayern

„Wichtiger Mosaikstein“

Fünf Fragen an Johannes Winklhofer

Welche familienfreundlichen Maßnahmen haben Sie in Ihrem Unternehmen zuletzt eingeführt – und warum?
Johannes Winklhofer: Wir haben schon 1973 einen Betriebskindergarten gegründet und damit in Bayern eine Vorreiterrolle eingenommen –  damals war das vor allem eine Reaktion  auf den akuten Notstand bei der Kinderbetreuung im Land.  Zuletzt haben wir die Kinderbetreuung nochmals deutlich ausgebaut und dabei unter anderem eine Krabbelgruppe etabliert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt derzeit auf der Förderung von Frauen in technischen Berufen.

Warum praktizieren Sie in Ihrem Unternehmen eine familienbewusste Personalpolitik?

Winklhofer: Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens hängt ausschließlich von der Leistungsfähigkeit der Menschen ab.  Nur mit guten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir jeden Tag Höchstleistungen im harten Wettbewerb bringen. Für uns ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, in eine familienfreundliche Personalpolitik zu investieren und die Familien der Beschäftigten nachhaltig zu unterstützen.

Welche Rolle kommt den Unternehmen in Deutschland zu, wenn es darum geht, unser Land familienfreundlicher zu machen?
Winklhofer: Eine familienfreundliche Personalpolitik ist ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Land, kann aber das Engagement eines jeden Einzelnen nicht ersetzen.  Hier sind alle Bürger aufgefordert, mehr zu tun. Dem Staat kommt hier allenfalls die Aufgabe zu, die optimalen Rahmenbedingungen für eine familienfreundliche Gesellschaft zu schaffen.   

Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf, damit sich Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen?
Winklhofer: Da ist vor allem eine umfassende und funktionierende Kinderbetreuung zu nennen.  Die Mitarbeiter müssen jederzeit darauf vertrauen können, dass ihr Kind gut betreut wird, wenn sie sich nicht darum kümmern können.

Welches Erlebnis hat Sie im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf am stärksten beeindruckt?
Winklhofer: Die große Freude, wenn Frauen nach der Elternzeit schnell wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können – und dabei wissen, dass der Nachwuchs während ihrer Arbeit von Fachkräften gut versorgt ist.

Kurzvita

  • Jahrgang 1964
  • verheiratet, Vater von zwei Kindern
  • seit 1999 Geschäftsführender Gesellschafter
  • der Joh. Winklhofer & Söhne GmbH & Co. KG, München
  • 1996 bis 1999: Radermacher & Partner (München)Berater
  • 1993 bis 1996: Knürr (München) Leiter Knürr direkt.
  • Mitglied der Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern
  • Mitglied Industrieausschuss der IHK für München und Oberbayern
  • Mitglied im Münchener Innovations-Arbeitskreis der IHK für München und Oberbayern
  • Mitglied Mittelstandsausschuss des  DIHK


Über die Joh. Winklhofer & Söhne GmbH & Co. KG

  • Stammsitz: München
  • Branche: Automobilzulieferindustrie, Maschinen- und Anlagenbau
  • Produkte/Dienstleistungen: Entwicklung, Erprobung und Lieferung von Steuer-, Massenausgleichs- und Ölpumpentrieben, v.a. Steuer- und Ölpumpenketten; Berechnung und Auslegung von Kettentrieben; Produktion von Antriebsketten jeglicher Art
  • Beschäftigte: Mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland
  • Familienfreundliche Maßnahmen: u.a. Betriebskindergarten, flexible Arbeitszeitregelungen, Förderung von Frauen in technischen Berufen

Weitere Informationen: www.iwis.com

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