Das neue ElterngeldPlus

Das ElterngeldPlus lohnt sich für Eltern und Unternehmen. Die neue Regelung unterstützt Eltern dabei, Familie und Beruf nach ihren Wünschen zu vereinbaren. Der Vorteil für Arbeitgeber: Die schnellere Rückkehr aus der Elternzeit wird für Mütter und Väter attraktiver.

Die Vorteile im Überblick:

  • Das ElterngeldPlus kann doppelt so lang bezogen werden wie das Basiselterngeld. Das kann sich für Eltern, die nach der Geburt des Kindes in Teilzeit arbeiten möchten, besonders lohnen. 
  • Außerdem gibt es einen Partnerschaftsbonus, wenn Eltern gleichzeitig in vollzeitnaher Teilzeit arbeiten.

Film ab: Der Erklärfilm zum ElterngeldPlus

Das neue ElterngeldPlus lohnt sich – für Eltern und Unternehmen. Es bringt zum einen mehr Flexibilität für einen beruflichen Wiedereinstieg bereits in der Elternzeit. Zum anderen können Eltern jetzt zwischen ElterngeldPlus, dem Basiselterngeld oder einer Kombination wählen. Dieser Film zeigt alle Vorteile auf einem Blick.

Mehr Infos zum ElterngeldPlus

Mehr Infos zum ElterngeldPlus

Auf der Website www.elterngeld-plus.de des Bundesfamilienministeriums erhalten Sie weitere Informationen zu den Neuregelungen.

Eine umfängliche Informationsbroschüre steht zum Download bereit. Der ElterngeldPlus-Rechner hilft herauszufinden, wie Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombiniert werden können und welche Ansprüche sich daraus ergeben. Eine Suchfunktion führt zur nächstgelegenen Elterngeldstelle, die eine Vor-Ort-Beratung anbietet.

Auf unserer Wissensplattform stehen die Broschüren „ElterngeldPlus: Neue Chancen für Betriebe und Beschäftigte. Ein Wegweiser für Unternehmen“ und „ElterngeldPlus: Wie Arbeitgeber und Eltern profitieren“ zum Download bereit.

FAQ – ElterngeldPlus

FAQ – ElterngeldPlus

Das Elterngeld unterstützt Mütter und Väter dabei, ihren Wunsch nach einer partnerschaftlichen Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit zu verwirklichen. Ein Jahr nach der Einführung gibt es zahlreiche Erfahrungen mit der Umsetzung von Elterngeld Plus im betrieblichen Alltag. In den FAQ finden sich die häufigsten Fragen gesammelt, die Unternehmen zum Elterngeld Plus beschäftigen. Hier können Sie sich über die konkrete Ausgestaltung der Elterngeld Plus-Regelungen informieren.

1. Mit dem ElterngeldPlus wird Elternzeit flexibler – wie gelingt die gemeinsame Umsetzungsplanung?

Durch das ElterngeldPlus haben Mütter und Väter die Möglichkeit, ihre Elterngeldmonate flexibler untereinander aufzuteilen und so z.B. auch mehrere Elternzeitabschnitte von einigen Monaten wahrzunehmen, wahlweise auch in Teilzeittätigkeit. Damit Beschäftigte und Unternehmen von dieser Möglichkeit profitieren, sollten Vorgesetzte und Eltern mit ausreichend zeitlichem Vorlauf zu einer verbindlichen Planung der Elternzeit zusammenkommen. Denn es müssen z.B. Vertretungsregelungen, Aufgabenverlagerungen und Übergaben besprochen werden. Die Beschäftigten sollten dazu gebeten werden, bereits im Vorfeld Vorschläge zu entwickeln und sich proaktiv mit ihrem Team/den Kolleginnen und Kollegen abzustimmen. Komplementär zu einem frühzeitigen Engagement von Seiten der Eltern sind auch Unternehmen gefragt: Durch eine individuelle, proaktive Beratung zu Elternzeiten tragen sie dazu bei, die Basis für eine gelungene Abstimmung der Auszeit(en) zu schaffen. Zudem sollten Unternehmen Führungskräfte für Lösungen rund um das ElterngeldPlus sensibilisieren und eine vereinbarkeitsfördernde Unternehmenskultur schaffen.

"Das ElterngeldPlus verlangt eine koordinierte und frühzeitige Planung sowie stetige Kommunikation, damit die längere Auszeit und die verschiedenen Abschnitte der Elternzeit für beide Seiten erfolgreich gestaltet werden können."(Sabine Krieg, Hauptsachbearbeiterin Personalwesen, Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH)

"Zur zielgerechten Planung der Elternzeit können Unternehmen eine Paarberatung anbieten, die auch die Partner der Beschäftigten als Zielgruppe mit in die Planung einbezieht. Auch über eine gemeinsame Abstimmung mit der Arbeitergeberin oder dem Arbeitgeber des Partners bezüglich der Elternzeit sollten Unternehmen nachdenken."(Nicole Leimbach, Beraterin Familienservice – Elternzeit, Fraport AG)

2. Das ElterngeldPlus fördert die Aufteilung der Elternzeit in mehrere zeitliche Teilabschnitte – wie kann das Vertretungsmanagement organisiert werden?

Durch das ElterngeldPlus haben Mütter und Väter die Möglichkeit, ihre Elterngeldmonate flexibler untereinander aufzuteilen und so z.B. auch mehrere Elternzeitabschnitte von einigen Monaten wahrzunehmen, wahlweise auch in Teilzeittätigkeit. Für Unternehmen bedeutet dies, dass das Vertretungsmanagement möglichst flexibel ausgestaltet sein muss. Um häufigere, kürzere Auszeiten von Beschäftigten flexibel zu organisieren, kann z.B. ein zentrales Management für Vertretungen eingeführt werden, damit "Lücken" in einzelnen Teams schnell besetzt werden können, z.B. aus einem "Springerpool".Auch die vorübergehende Arbeitszeiterhöhung anderer kann helfen, Lücken zu überbrücken. Unabhängig davon, welches Modell gewählt wird, ist es wichtig, für eine gute und rechtzeitige Übergabe der Aufgaben zu sorgen, damit diese reibungslos fortgeführt werden können.

3. Wenn Beschäftigte aufgrund von ElterngeldPlus vermehrt in Teilzeitmodellen arbeiten, stellt das auch Anforderungen an die Organisation – wie gelingt reibungslose Zusammenarbeit?

Durch das ElterngeldPlus werden mehr Eltern die Möglichkeit wahrnehmen, früher aber auch häufiger bzw. länger Teilzeitangebote zu nutzen. Dies muss in einer verbesserten Koordination der gemeinsamen Abläufe innerhalb der Organisation berücksichtigt werden, beispielsweise bei Besprechungen und Terminen, an denen möglichst alle Beschäftigte teilnehmen sollen. Diese sollten in Abstimmung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Teilzeit terminiert werden. Zudem können Beschäftigte in Teilzeit, die zur Zeit der Besprechung nicht vor-Ort sein können, auch per Telefon- oder Videokonferenz teilnehmen. Wenn Mitglieder des Teams trotzdem Termine nicht wahrnehmen können, sollte durch eine ausreichende Dokumentation über Neuigkeiten informiert werden. Nicht immer wird hierbei den Wünschen voll entsprochen werden können, so dass Kompromisse notwendig sind – auch im Team. Um die Koordination der Aufgabenverteilung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Teilzeit zu verbessern, können weitergehend Arbeitsfortschrittsübersichten sowie to-do-Listen genutzt werden, falls dies noch nicht im Unternehmen etabliert ist.
Zusätzlich sollten flexibel arbeitende Teams gemeinschaftlich klare Regeln zur Erreichbarkeit festlegen. Hierbei kann verbesserte Transparenz im Team, z.B. durch gegenseitig einsehbare Kalender helfen. Grundsätzlich sollte allen Beteiligten eine gewisse Eingewöhnungsphase an den neuen Arbeitsrhythmus und die veränderten Aufgabenbereiche eingeräumt werden, in der nach Bedarf auch Anpassungen an den getroffenen Vereinbarungen vorgenommen werden können.


"Lösungen zu flexiblen Arbeitszeiten müssen an die Situation in den Arbeitsteams angepasst werden und können sich von Team zu Team unterscheiden. Spielraum bei der Ausgestaltung der Modelle kann hier hilfreich sein, wenn es darum geht die Bedürfnisse des Teams und des Beschäftigten aufeinander abzustimmen." (Nicole Leimbach, Beraterin Familienservice – Elternzeit, Fraport AG)

4. Das ElterngeldPlus führt zu mehr vollzeitnaher Teilzeit – wie wirkt sich die vollzeitnahe Arbeit auf den Betriebsablauf aus?

Durch das ElterngeldPlus werden Eltern vermehrt die Möglichkeit in Anspruch nehmen, in vollzeitnaher Teilzeit zu arbeiten. Sie stellt neue und andere Anforderungen an die Vertretungs- und Arbeitsorganisation verglichen mit der bisher vorwiegend praktizierten klassischen Teilzeitarbeit von 50 Prozent der Vollzeitarbeit. Dabei kann die Arbeitszeitverteilung der vollzeitnahen Teilzeit individuell und für einen Aufgabenbereich passend organisiert werden – z.B. jeden Tag mit reduzierter Stundenzahl oder einige Tage in Vollzeit mit Ausgleich an anderen Tagen und erfordert ein hohes Maß an Koordination zwischen Beschäftigten und Team. Zur erfolgreichen Umsetzung vollzeitnaher Teilzeit ist es daher empfehlenswert, sich dem Thema schrittweise anzunähern: In positions- und bereichsabhängigen Workshops sowie im Dialog mit den Beschäftigten kann gemeinsam identifiziert werden, welche Aufgabenteile nicht zum Kernbereich der jeweiligen Position zählen und bei einer Arbeitszeitreduzierung in anderer Art und Weise abzudecken wären. Entsprechende Tätigkeiten können dann beispielsweise an andere Beschäftigte in Teilzeit übergeben werden, die ihre Arbeitszeit zeitweise wieder ausweiten möchten, oder an Beschäftigte, die einen neuen Arbeitsbereich kennen lernen möchten. So entsteht auch eine Chance für die betriebsinterne Weiterbildung bzw. Personalentwicklung, in dem andere Beschäftigte von einer Teilzeit- zur Vollzeittätigkeit zurückkehren.

5. Wie kann die Digitalisierung unterstützen, wenn Eltern durch das ElterngeldPlus mehr Gebrauch von Teilzeitmodellen machen?

Das ElterngeldPlus fördert flexible Lösungen. Betriebe können daher das ElterngeldPlus als Anlass nehmen, neben neuen Arbeitszeitmodellen auch neue Arbeitsformen zu erproben, einzuführen oder auszuweiten. Hierbei können neben Beschäftigten, die im Rahmen des ElterngeldPlus in Teilzeit arbeiten, auch Beschäftigte in anderen Lebensphasen (z.B. solche, die die Pflege von Angehörigen übernehmen) unterstützt werden. Besonders die Arbeit im Home-Office bietet Vorteile, da sie eine neue Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und -ort erlaubt. Digitale Lösungen wie cloudbasiertes Arbeiten, also der ortsunabhängige Zugriff auf Dokumente über das Internet, oder digitale Projektmanagement-Hilfsmittel ermöglichen dabei eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit – auch im Home-Office. Transparente Regeln zur Erreichbarkeit zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten sowie innerhalb von Teams helfen dabei, eine klare Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben zu realisieren. Außerdem bieten sich in einzelnen Unternehmen beispielsweise feste Tage an, an denen alle Beschäftigte, inklusive Führungskräften, im Home-Office arbeiten: So kann schrittweise eine neue Kultur im Unternehmen verankert werden, die auf Ergebnisse statt auf Präsenz setzt.


"Möglichkeiten zur Arbeit im Home-Office müssen adäquat implementiert werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass Beschäftigte am Ende nicht mehr arbeiten und sich verpflichtet fühlen, durchgängig erreichbar zu sein."(Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender, BASF SE)

"Feste und transparente Regelungen bei Home-Office-Lösungen, wie z.B. das wöchentliche Erscheinen am Arbeitsplatz ermöglichen die Einbindung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Kollegenkreis und erhöhen die Akzeptanz von Home-Office-Lösungen." (Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender, BASF SE)

6. Wenn beide Eltern vollzeitnah arbeiten, kann das ggf. Auswirkungen auf die Betreuungssituation haben – welche Angebote sind hierfür besonders geeignet?

ElterngeldPlus und der Partnerschaftsbonus fördern vollzeitnahe Teilzeit beider Elternteile. Dies stellt andere Anforderung an das Betreuungsarrangement, da viele Angebote noch immer auf ein nicht oder nur halbtags arbeitendes Elternteil abgestellt sind. Arbeitgeber können vollzeitnahe Teilzeit unterstützen, indem sie Angebote wie Vermittlungsangebote für Kinderbetreuungsplätze oder betriebliche Kinderbetreuung gerade für Randzeiten, Pflegeunterstützung und haushaltsnahe Dienstleistungen schaffen oder ausweiten.

7. Führung und Zusammenarbeit spielen eine wichtige Rolle auch rund um die Elternzeit – wie können Führungskräfte dazu beitragen, die Familienfreundlichkeit weiter zu verbessern?

Um die Potenziale des ElterngeldPlus zur Geltung zu bringen, braucht es proaktive Führungskräfte, die als Vorbilder und Vermittler der neuen Möglichkeiten agieren. Führungskräfte sollten die neuen Möglichkeiten auch vorleben und zeigen, dass flexible (Teilzeit-)Lösungen akzeptiert werden, gerade auch in Führungspositionen. Das macht Führungskräfte zu Gestaltern, aber auch Nutznießern einer verbesserten Vereinbarkeit. Für familienbewusste Arbeitsbedingungen und ein entsprechendes Klima zu sorgen, sollte eine klar definierte Aufgabe von Vorgesetzten und Teil der Zielvereinbarungen sein. Auch für Führungskräfte sollte gelten, dass Elternzeit oder Verringerung der Arbeitszeit aufgrund von familiären Verpflichtungen keine Karrierebremse darstellt. Doch Führungskräfte müssen auch die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen, die derzeit nicht familiär bedingt in flexiblen Modellen arbeiten, um Konflikte bereits im Vorhinein zu vermeiden. Dazu sollte eine offene Kommunikation und Feedback-Kultur zwischen allen Beteiligten herrschen: Führungskräfte müssen qualifiziert sein oder ggf. werden, einen Interessensausgleich zwischen den Beschäftigten sicherzustellen.

"Wenn Beschäftigte ihre Vereinbarkeitssituation nicht im Dialog mit ihren Vorgesetzten verbessern können, trifft eine paritätische Kommission aus Betriebsrat und Personalwesen entsprechende Festlegungen."(Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender, BASF SE)

"Ohne den Rückhalt meiner Führungskräfte könnte ich die Vereinbarkeitssituation unserer Beschäftigten nicht so effektiv verbessern. Die Führungskräfte sind es, die eine familienfreundliche Unternehmenskultur tatsächlich in die Realität umsetzen."(Dana Ratschke, Projektleitung Audit berufundfamilie, Transgourmet)

"Wir haben eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Zielvereinbarungen unserer Führungskräfte mitaufgenommen." (Dana Ratschke, Projektleitung Audit berufundfamilie, Transgourmet)

"Führungskräfte müssen den Mut haben, als Vorbilder aufzutreten, damit sie einen kulturellen Wandel anstoßen können." (Sabine Krieg, Hauptsachbearbeiterin Personalwesen, Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH)

8. Die Vorteile des ElterngeldPlus lassen sich in einer unterstützenden und familienfreundlichen Unternehmenskultur besser realisieren – was lässt sich hierfür tun?

Familiär bedingte Abwesenheiten oder Arbeitszeitflexibiliserungen, z.B. im Rahmen der Elternzeit, mögen nicht für jeden in der Belegschaft nachvollziehbar sein oder als "Privileg" missverstanden werden. Der konstante Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur wichtigen betrieblichen Bedeutung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenserfolg können diesbezüglich für Aufklärung sorgen. Informationsmaterialien für Beschäftigte ohne familiäre Verpflichtungen können darüber informieren, wie alle Beschäftigtengruppen von Neuregelungen profitieren können. Führungskräfte, die bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit gutem Beispiel voran gehen und dies offen kommunizieren, sollten zeigen, dass Vereinbarkeit ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist. Und zwar für alle Beschäftigten: Denn Vereinbarkeit ist für Beschäftigte aller Lebensphasen von Bedeutung, wie z.B. auch bei der Pflege von Angehörigen. Zudem sollte eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung etabliert werden. So können Teilzeit-Beschäftigte z.B. an einem Brückentag Vollzeit arbeiten, um den in Vollzeit arbeitenden Kolleginnen und Kollegen ein langes Wochenende zu ermöglichen.

"Zur unternehmensinternen Kommunikation und Vorteilsargumentation braucht es praxisnahe und plakative Erfolgsbeispiele."(Sabine Krieg, Hauptsachbearbeiterin Personalwesen, Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH)

"Für die Akzeptanz von flexiblen Arbeitszeiten und Home-Office-Lösungen ist es entscheidend, dass keine Beschäftigten, die diese Lösungen nicht in Anspruch nehmen, sich benachteiligt fühlen. Bei global agierenden Unternehmen mit einer diversen Belegschaft ist dies eine Herausforderung." (Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender, BASF SE)

"Die innerbetriebliche Balance ist entscheidend. Wir sollten darauf achten, keine Beschäftigtengruppe aus den Augen zu verlieren und auch den Kolleginnen und Kollegen Angebote zur Vereinbarkeit zu machen, die durch ihre Tätigkeit an ihren Arbeitspatz gebunden sind."(Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender, BASF SE)

9. Das ElterngeldPlus fördert, dass vor allem Väter häufiger Teilzeitmodelle und Elternzeit wahrnehmen - wie kann das Engagement von Vätern gefördert werden?

Durch die Regelungen des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus, wird Partnerschaftlichkeit und somit auch eine vermehrte Nutzung von Teilzeitangeboten und Elternzeit von Vätern befördert. Viele Väter nutzen die angebotenen Vereinbarkeitsmaßnahmen häufig noch nicht aus – obwohl diese allen Beschäftigten offen stehen. Gründe hierfür können mangelnde Akzeptanz und fehlende Vorbilder im Unternehmen sein. Um dies zu verändern, müssen Unternehmen einen Kulturwandel innerhalb ihrer Organisation anstoßen z.B. durch Angebote von Väter-Gesprächskreisen, und Vorbilder, wie männliche Führungskräfte in Teilzeit, entsprechend sichtbar machen. Um Väter zusätzlich zu unterstützen, die Angebote wahrzunehmen, sollten Unternehmen eine Bestandsaufnahme machen, welche väterorientierten Maßnahmen bereits existieren und diese entsprechend sichtbar machen. Um den Erfolg bestehender und neuer Maßnahmen sicherzustellen, sollte eine kontinuierliche Erhebung stattfinden, wie die Maßnahmen genutzt werden. Insgesamt sollte Väterfreundlichkeit als positives Signal der Unternehmenskultur verstanden werden, das die Arbeitergeberattraktivität nachhaltig positiv beeinflusst.

"Väter müssen den Mut haben, ihre Rechte auf eine bessere Vereinbarkeit einzufordern. Nur dann können sie von den Vorteilen des ElterngeldPlus auch profitieren, d.h. gleichzeitig Elternzeit nehmen und in Teilzeit im Betrieb tätig bleiben."(Nicole Leimbach, Beraterin Familienservice – Elternzeit, Fraport AG)

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