Gemeinsam planen, gemeinsam gewinnen

Wie gelingt Familienfreundlichkeit im Unternehmen? Die Regionalbotschafter von „Erfolgsfaktor Familie“ haben im vergangenen Jahrzehnt die Entwicklung der Unternehmens- und Führungskultur vor Ort mitbegleitet. Fünf Botschafterinnen und Botschafter ziehen Bilanz.

Cord Wöhlke, Geschäftsführer, Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG – Regionalbotschafter für das Land Hamburg

Als Mitglied im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ stellt sich für uns immer wieder die Frage: Was können wir verbessern? Kernarbeitszeiten und hohe Kundenfrequenzen müssen im Unternehmensalltag miteinander harmonieren. Auf dieser Basis können wir Lebensentwürfen mit unterschiedlichsten Gewichtungen von Familie und Beruf gerecht werden. Dies gelingt uns immer besser – auch dank eigenverantwortlicher Einsatzplanung der Beschäftigten. Eine Infrastruktur mit guten Kinderbetreuungseinrichtungen am Standort ist dafür ebenso wichtig wie ein wertschätzender Umgang untereinander. Diese Überzeugung leben wir auf allen Ebenen. Das Netzwerk ist dabei ein wertvoller Partner.

Kathrin Menges, Personalvorstand, Henkel AG & Co. KGaA – Regionalbotschafterin für das Land Nordrhein-Westfalen

Wie eine familienfreundliche Kultur im Alltag gelebt wird, entscheidet sich mit dem Verhalten unserer Führungskräfte: Sie fungieren als Vorbilder und erkennen den Wert der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – für sich, für ihre Mitarbeiter und das Unternehmen als Ganzes. Im globalen Wettbewerb ist es für uns entscheidend, die besten Mitarbeiter zu gewinnen und weiterzuentwickeln. Deshalb bieten wir ihnen das richtige Umfeld, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfolgreich zu meistern. Wir fördern zum Beispiel flexible Arbeitsmodelle und unterstützen unsere Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen.

Prof. Dr. Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel – Regionalbotschafter für das Land Schleswig-Holstein

Eine familienfreundliche Kultur in einer Hochschule zu etablieren und zu leben heißt, Familiengerechtigkeit in allen Bereichen zu verankern. Dabei geht es um konkrete Alltagsfragen: Haben Kolleginnen und Kollegen Verständnis dafür, wenn mein Kind krank ist? Darf ich flexibel von zu Hause aus arbeiten? Werden Besprechungen so gelegt, dass ich problemlos daran teilnehmen kann? Wenn unsere Studierenden Familie haben oder Angehörige pflegen, erfordern solche Lebenslagen von den Betreuenden Einfühlungsvermögen und flexible Lösungen. Führungskräfte können Strukturen in diesem Sinne fördern.

Cornelia Beau, Geschäftsführerin, Hainich Konserven GmbH – Regionalbotschafterin für das Land Thüringen

Kinder sind unsere Zukunft. Jeder in unserer Gesellschaft sollte seinen Beitrag dazu leisten, dass sie in guten familiären und gesicherten Verhältnissen aufwachsen. Unternehmen können dazu beitragen, indem sie ihre Beschäftigten dabei unterstützen, familiäre Bedürfnisse mit der Arbeitswelt in Einklang zu bringen. Eine familienfreundliche Unternehmens- und Führungskultur zeichnet sich daher durch eine lebensphasenorientierte Personalpolitik aus. Eine offene Kommunikation von Anfang an ermöglicht es, zeitnah organisatorische Lösungen für auftretende Probleme zur Vereinbarkeit zu finden. Als Regionalbotschafterin habe ich die Erfahrung gemacht: Gute Beispiele können andere Unternehmen motivieren, sich stärker für familienfreundliche Maßnahmen zu engagieren.

Ralph Heinisch, Geschäftsführer, Weleda AG – Regionalbotschafter für das Land Baden-Württemberg

Ob ein Unternehmen für Familien attraktiv ist, entscheidet sich an der Unternehmenskultur. Gemeinsam gilt es, individuelle Anliegen wie unternehmerische Wertschöpfung in den Blick zu nehmen. Für sinnvolle Lösungen braucht es bei allen Beteiligten Selbstverantwortung, Wohlwollen und Kreativität. Führungskräfte wirken hier als Vorbild. Wenn Vereinbarkeit gelingt, fühlen sich Mitarbeitende gesehen und unterstützt. Das stärkt die Verbundenheit mit dem Unternehmen, und sie haben den Kopf frei für ihren Verantwortungsbereich. Wir schätzen den inspirierenden Austausch im Netzwerk mit Unternehmen, denen die Unterstützung ihrer Mitarbeitenden beim Balanceakt ‚Beruf und Privatleben‘ auch ein Herzensanliegen ist.

Weitere Informationen zu den Regionalbotschaftern finden Sie hier.

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