Mit der richtigen Strategie ans Ziel

Richtig anfangen: Das hat es bei näherer Betrachtung in sich. Denn wie fängt man eigentlich an, wenn man gute interne Kommunikation machen will? Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch sonst. Deshalb geht es in unserer Februar-Ausgabe um die richtige Strategie und darum, was Unternehmen gerade zu Beginn beachten sollten. Wenn Sie wirkungsvolle interne Kommunikation betreiben wollen, müssen Sie sich darüber klar sein, was Sie erreichen wollen. Erst dann ergibt es Sinn, sich mit Instrumenten zu beschäftigen. Wollen Sie das Thema Pflege und Beruf platzieren, das sich in alternden Belegschaften leicht zum Problem auswachsen kann, und damit ein Tabu ansprechen? Oder möchten Sie sich nach innen als guter und moderner Arbeitgeber präsentieren, der moderne Personalpolitik „kann“? Oder wollen Sie Mütter motivieren, zügig wieder in den Job einzusteigen? In dieser Ausgabe unseres Newsletters erfahren Sie unter anderem, was die zehn ersten Schritte einer Strategie zur internen Kommunikation sein sollten und wie Unternehmen diese in der Praxis umsetzen. Übrigens: Wir haben für Sie auf Xing ein Forum eingerichtet www.xing.com/net/erfolgsfaktor_familie, auf dem Sie uns Ihre Erfahrungen schildern können. Wir würden uns freuen, bald von Ihnen zu hören.


Interne Kommunikation

Intern kommunizieren, das ist für Eliza Manolagas von der Bank ING-DiBa weit mehr als nur Informationen redaktionell aufzubereiten, zu sortieren und an die Beschäftigten zu senden. „Das reicht heute nicht mehr. Wir müssen mehr sein als nur eine Redaktion“, sagt Manolagas, die am Frankfurter Hauptsitz des Unternehmens das Ressort interne Kommunikation leitet. „Wir setzen verstärkt auf den direkten Dialog und unterstützen Führungskräfte und Beschäftigte dabei, Themen wie Teilzeit und Kinderbetreuung zu diskutieren.“

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Ausgabe Februar 2013

Ausgabe Februar 2013

In zehn Schritten zur internen Kommunikationsstrategie

Sie wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig fest im Bewusstsein von Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verankern? Dann brauchen Sie eine Strategie.

Tipps für die Erstellung gibt es in unserem Zehn-Punkte-Plan:

1. Das Kommunikationsziel beschreiben

Formulieren Sie knapp und klar, was Sie bis wann erreichen wollen. Und machen Sie Ihr Ziel messbar. Zum Beispiel so: „Bis zum Dezember 2013 haben 40 Prozent der Mitarbeiter Informationen zur Familienfreundlichkeit abgerufen.“

2. Zielgruppen festlegen

Legen Sie konkret fest, wer warum im Unternehmen erreicht werden soll. Dies hat direkte Auswirkungen auf Ihre spätere Auswahl der Kommunikationsinstrumente.

3. Ist-Situation analysieren

Wie ist der Informationsstand zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Eine kurze (mündliche oder schriftliche) Umfrage kann Ihnen dazu den groben Überblick liefern und hilft, nach Zielgruppen zu differenzieren. Außerdem: Welche Medien und Kommunikationsmittel gibt es bei Ihnen bereits und welche davon werden für das Thema bisher auf welche Art genutzt (was ist also das gelernte Kommunikationsverhalten)? 

4. Soll-Zustand und Etappenziele definieren

Beschreiben Sie konkret und nachvollziehbar, welcher Informationsstand bis wann bei wem erreicht werden soll. Definieren Sie zudem konkrete Etappenziele auf dem Weg zum Gesamtziel und holen Sie das Feedback beteiligter Gesprächspartner wie Geschäftsführung, Betriebsrat und Personal- bzw. Kommunikationsabteilung ein.

5. Kommunikative Fähigkeiten der Führungskräfte ermitteln

Als erste Ansprechpartner der Mitarbeiter spielen die Führungskräfte (FK) für interne Kommunikation eine zentrale Rolle. Ermitteln Sie zum Beispiel über eine Kurz-Umfrage, wie die FK bislang zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie kommunizieren und was sie benötigen würden, um besser zu werden.

6. Falls notwendig: Kommunikationscoaching für die Führungskräfte

Zeigt die Analyse der kommunikativen Kompetenzen der FK eine sehr breite Spreizung, ist das Angebot von Kommunikationscoachings sinnvoll. Einzelcoachings sind ebenso möglich wie gemeinsame Kommunikationsworkshops.

7. Maßnahmen und Kommunikationsinstrumente auswählen

Differenziert nach den Zielgruppen und basierend auf Ihrer Ist- und Soll-Analyse wählen Sie passende Instrumente und Maßnahmen für die Kommunikation familienbewusster Maßnahmen aus. Behalten Sie dabei das Gesamtziel ebenso wie Ihre Etappenziele im Auge. Das erleichtert die Auswahl. 

8. Zeit- und Maßnahmenplan aufstellen

Nun stellen Sie einen Zeitplan auf, fügen Ihre Etappenziele und das Gesamtziel sowie die von Ihnen ausgewählten Maßnahmen und Instrumente ein.

9. Teilpläne für ausgewählte Maßnahmen und Kommunikationsinstrumente machen

Für die Realisierung der familienbewussten Maßnahmen und Instrumente erstellen Sie Teilpläne, in denen Zeitschienen, Aufgaben und Zuständigkeiten klar zugeordnet sind.

10. Instrumente zur Erfolgsmessung definieren

Legen Sie fest, mit welchen Mitteln Sie die Erreichung Ihres Kommunikationsziels messen wollen. Dies kann eine Mitarbeiterumfrage sein, aber auch die Zahl von Seitenbesuchen im Intranet oder abgerufenen Informationsbroschüren zum Thema Beruf und Familie etc.

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