Ganz schnell von Mund zu Mund

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe (MZG) hat 850 Beschäftigte und ist damit der größte Arbeitgeber vor Ort. Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat in den letzten fünf Jahren für das Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Um Fachkräften im Einstellungsgespräch bei Bedarf Kinderbetreuungsplätze bieten zu können und sie so in die Region zu holen und zu halten, hat der Verbund von sieben Kliniken 2010 eine Betriebskita mit 20 Plätzen eröffnet. Wie die Kommunikation dazu verlief, ist ein Beispiel für das Ineinandergreifen von externer und interner Pressearbeit in einer Kleinstadt. Bad Lippspringe am Rande des Teutoburger Waldes hat ca. 15.000 Einwohner und dabei gleich zwei Tageszeitungen: die „Neue Westfälische“ und das „Westfälische Volksblatt“. Neuigkeiten, auch aus dem Klinikverbund, lassen sich über externe Pressearbeit schnell verbreiten. Heiko Appelbaum, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing des MZG, berichtet, dass sich Pressearbeit und interne Kommunikation optimal ergänzen. So könnten auch Themen, wie beispielsweise der Start der Betriebskita, übergreifend kommuniziert werden: „Aufgrund der Berichterstattung über unsere Mitarbeiterzeitung, via E-Mail aber auch durch die Pressebeiträge hatten wir schon kurz nach dem Start zahlreiche Anfragen nach Plätzen im MZG-Kinderland. Dank unserer Betriebskita können wir offene Ärztestellen besser besetzen.“ Appelbaum nennt diese Kommunikationsform das „Gießkanne-Trichter-Prinzip“: von der Lokalzeitung in die Region und dort quasi über den Küchentisch zu den (potentiellen) Beschäftigten, von denen nahezu alle zumindest eines der beiden Blätter lesen. Die interne Kommunikation ergänzt und festigt die Informationen. So nutzt das MZG eine Reihe interner Medien beziehungsweise Kommunikationsstrukturen, um familienfreundliche Maßnahmen im Bewusstsein der Beschäftigten zu halten – wie etwa Gesundheitstage, Weihnachtsfeiern, Betriebsversammlungen und Berichte in der Mitarbeiterzeitung. Zurzeit arbeitet die Kommunikationsabteilung an einem Intranetangebot, um die Informationen stärker zu bündeln und thematisch zu gliedern. Ein eigener Bereich zu Themen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll den Standort für die Beschäftigten weiter attraktiv halten.

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