Vereinbarkeitserfolge visualisieren

Dazu sind gerade auch die Vorstände wichtige Testimonials. Im Mitarbeitermagazin „voilà“ war vor etwa einem Jahr der Vertriebsvorstand Berthold Rüsing mit seiner Tochter abgebildet, die er öfter selbst morgens zur Kita bringt. Das Bild zeigt ihn in dieser Situation. Es wirkt authentisch, die Lichtgestaltung ist warm, freundlich und menschlich. „Wir bilden eine echte Situation ab und möchten mit der Bildsprache Glaubwürdigkeit für unsere Programme vermitteln“, so Niggemann. Das Unternehmen unterstützt die Vereinbarkeit von beruflichem Erfolg und familiären Bedürfnissen. Die Aussage für die Kolleginnen und vor allem für die Kollegen ist also: „Wenn ich als Vorstandsmitglied das kann, könnt ihr das auch!“ „Wichtig ist die Konsistenz der Botschaft und der Bildsprache“, erklärt Niggemann. So zeigt die erste Ausgabe des Jahres von „voilà“ unter der Überschrift „Neue Ufer“ Maria Topaler, Vorstand für Risikomanagement der TARGOBANK, bei einem Spaziergang am Rhein mit ihrer wenige Monate alten Tochter auf dem Arm. Sie hatte bereits nach dreieinhalb Monaten wieder angefangen zu arbeiten. In dem Artikel berichtet sie ausführlich darüber, wie sie den Alltag organisiert und Beruf und Familie unter einen Hut bekommt. Dieser sehr persönliche Bericht wird mit einem privat und vertraut anmutenden Bild unterstrichen. Das soll Vorbehalte ausräumen und dafür werben, dass die Bank, wo es ihr möglich ist, versucht, Beruf und Familie so zu vereinbaren, dass beide Seiten zu ihrem Recht kommen. Authentische Bilder spielen in der internen Kommunikation der TARGOBANK eine große Rolle. Im Vordergrund stehen dabei Bilder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in echten Situationen. Kolleginnen und Kollegen auf dem Titel – und weniger das Management –erhöhen dabei die Identifikation. Bei den Bildern, die die Aussagen in den Artikeln unterstützen, ist meist ein ungewöhnliches Setting zu sehen, statt immer die gleichen Gruppenbilder abzubilden. Häufig schießen die Beschäftigten die Bilder selbst und reichen sie zu Artikeln ein. Um ihnen im Vorfeld Tipps zu geben, wie ein gutes Foto entsteht, erhalten sie im Intranet Tipps für die Bildgestaltung: „Einfach gute Fotos machen“. Dort finden die Beschäftigten Angaben zur richtigen Kamera (keine Handybilder!), zur nötigen Auflösung (mind. 6 Megapixel), zum passenden Licht (Tageslicht, aber Vorsicht: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!) sowie zu Perspektive und Schärfe und schließlich zur Anzahl der Fotos, die vorsichtshalber geschossen werden sollen, damit das richtige auch dabei ist. Das richtige Bild – wodurch zeichnet es sich aus? „Immer wenn der Betrachter das Gefühl hat, ein bestimmtes Bild ist nur für das Magazin aufgenommen, dann ist es nicht mehr authentisch“, fasst Anja Niggemann zusammen.

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