Früher Wiedereinstieg (Teil 2)

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlichen Dank für die rege Beteiligung an unserer Onlinediskussion zum Thema „Früher Wiedereinstieg“. Drei Themenbereiche wurden dabei von Ihnen in den Fokus gerückt: die notwendige Trennung zwischen Eltern- und Beschäftigtenrolle, eine hohe Professionalität auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite als Voraussetzung für mobiles Arbeiten während der Elternzeit und allgemeine Vorteile von Homeofficelösungen für einen schnellen Wiedereinstieg. Auf der Grundlage Ihrer Beiträge haben wir die folgenden Thesen formuliert:

Eine klare Trennung zwischen den Bereichen Arbeit und Familienleben auch aus räumlicher Sicht ist für viele Beschäftigte wichtig.

Dazu gehört, dass

  • Kinder während der Arbeit im Homeoffice betreut sind.
  • Beschäftigte im Homeoffice einen geschützten und von allen respektierten eigenen Arbeitsbereich haben.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice darauf achten, dass es zu keiner Auflösung der Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben kommt.

Beim Wiedereinstieg müssen Eltern von der Arbeitgeberseite begleitet werden.

Dazu gehört, dass

  • Beschäftigte in ihre ehemaligen oder neuen Arbeitsgebiete auch in Präsenzphasen wieder eingearbeitet werden, bevor sie selbständig im Homeoffice arbeiten.
  • Führungskräfte zeitnah zum Thema „Führen auf Entfernung“ qualifiziert werden.
  • Teambesprechungen mit Präsenzzeiten abgestimmt werden.
  • Technik zu Hause professionell installiert wird.
  • Unternehmen dafür sorgen, dass kein Grund für Neiddebatten zwischen den Beschäftigten, die im Unternehmen anwesend sind und denjenigen, die das Homeoffice nutzen, entstehen.
  • Homeofficenutzerinnen und -nutzern vermittelt wird, wie wichtig die permanente und intensive Anbindung an ihr Team ist, um ihre Arbeit sichtbar und damit erfolgreich zu machen.

Homeoffice ermöglicht einen früheren Wiedereinstieg, weil

  • lange Wegezeiten entfallen.
  • Arbeitszeiten zu einem gewissen Maß frei eingeteilt werden können.
  • auf Entfernung eine Einbeziehung in Arbeitsprozesse, wie bspw. durch Telefonkonferenzen oder Onlinebeteiligungen, möglich ist.

Alexa Ahmad, Geschäftsführerin des Dienstleisters pme familienservice erklärt im Interview, wie Mütter dank mobiler Arbeit durch gesparte Wege und professionelle Begleitung schnell und erfolgreich wieder einsteigen können. Sie spricht auch darüber, welche Unterstützung Mütter durch ihre Arbeitgeber benötigen. Im Unternehmensbeispiel lesen Sie, welche positiven Effekte mobile Arbeit bei DATEV für einen schnelleren Wiedereinstieg vor allem von Müttern mit Karriereplänen hat.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre Sofie Geisel


Mobiles Arbeiten

„Jede Teamsitzung verträgt zwei live zugeschaltete Videochats“

Alexa Ahmad ist Geschäftsführerin der pme Familienservice Gruppe, die Dienstleistungen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet. Sie ist Betriebswirtin, Erzieherin und Coach. Für einen frühen Wiedereinstieg nach der Geburt eines Kindes rät sie: Mütter und Väter müssen Teil der Unternehmenscommunity bleiben und früh Projekte und Vertretungen übernehmen. Die Instrumente dafür: Telearbeit mit Videochats.

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Mobiles Arbeiten

Schneller, höher, weiter: Mobile Arbeit macht’s möglich

Eine Betriebsvereinbarung zu mobilem Arbeiten seit 2007 und eine Quote von Elternzeitlern in Teilzeit, die mobil arbeiten, von über 60 Prozent: Das Softwarehaus DATEV sieht einen Trend darin, dass Eltern durch mobile Lösungen schneller und in höherem Umfang an den Arbeitsplatz zurückkehren. Claudia Lazai, im Bereich Personal für das Thema Familie und Beruf verantwortlich, erläutert die Hintergründe.

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