Mobiles Arbeiten hilft bei den täglichen Herausforderungen

Mobiles Arbeiten als ein Baustein familienfreundlicher Leistungen

Karin Batz ist eine Frau der klaren Worte. Als Mitgründerin und Vorstand für Finanzen und Personal des IT-Dienstleisters INOSOFT AG ist sie jeden Tag vor Ort in ihrem Büro. Dort hat sie nach wie vor viel mit Papier zu tun. Ihre 62 Beschäftigten können von überall aus arbeiten – vorausgesetzt, ihre Tätigkeit und ihre persönliche Eignung lassen es zu. Selbstorganisation und Ernsthaftigkeit sind für Batz die wichtigsten Eigenschaften dafür. Das Aufstellen von Regeln steht für sie dabei nicht im Vordergrund. „Wir stimmen uns in regelmäßigen Treffen beispielsweise der Softwareentwickler oder der Berater eng ab, und diese Treffen sind Pflichtveranstaltungen“, sagt sie. „Darüber hinaus versuche ich so wenig wie möglich zu regeln.“ Der selbstbestimmte Umgang mit der Frage, wann und wo jemand arbeitet, führt dazu, dass sie ihre Beschäftigten eher davor schützen muss, zu viel zu arbeiten.

Zurzeit hat Batz zirka 15 Väter von Kleinkindern im Unternehmen, die alle Elternzeit genommen haben – die Belegschaft ist zu 80 Prozent männlich. Vorteile des mobilen Arbeitens für Familien sieht sie darin, die täglichen kleinen Stolpersteine wie kranke Kinder oder bestreikte Kitas leichter zu stemmen. Mobiles Arbeiten ist für sie ein Baustein der Leistungen für Familien. Ein Kinderzimmer im Unternehmen, ein riesiger Garten mit Spielplatz und eine Tagesmutter an zwei Nachmittagen erleichtern den Vätern zusätzlich die Vereinbarkeit. „Ich war alleinerziehend, habe sehr gerne gearbeitet, hätte aber auch gerne noch mehr Zeit mit meinem Kind verbracht“, so Batz. „Diese Erfahrung prägt meinen Umgang mit den Möglichkeiten der Vereinbarkeit.“

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