Im Spiegel derselbe?

Das Image und der Blick in den Spiegel

Die Phoenix Contact GmbH & Co. KG stellt weder schicke Cabrios noch tolle Anzüge her. So kann die Marke nicht von Produkten profitieren, deren Bekanntheit und gutes Image meist auch auf den Arbeitgeber übertragen werden. Wie Phoenix Contact als Arbeitgeber „ankommt“, damit beschäftigt sich der in Ostwestfalen gelegene Hersteller von Verbindungs- und Automatisierungstechnik schon seit Anfang der 90er Jahre. Zunächst ist er den naheliegenden Weg gegangen und hat seine Beschäftigten befragt. 

Daraufhin wurden viele Angebote für ein familienfreundliches Arbeiten entwickelt, wie beispielsweise über 100 Arbeitszeitmodelle. Inzwischen hat Phoenix Contact aber auch Bewerberinnen und Bewerber sowie potenzielle Beschäftigte in qualitativen Verfahren befragt. Wer sich bei Phoenix Contact bewirbt, wird durch das entsprechende Onlinetool standardmäßig gefragt, wie er auf das Unternehmen aufmerksam geworden ist. Im Bewerbungsgespräch folgt die Frage nach dem konkreten Entscheidungsgrund. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber fragt das Unternehmen vor allem an Hochschulen, an denen es rekrutiert. „Dort verteilen wir am Rande von Workshops, Vorträgen oder Trainings Fragebögen“, erklärt Julia Goltz, Referentin für Hochschulmarketing bei Phoenix Contact. Das Unternehmen fragt danach, welche Quelle die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwenden, um sich zu informieren, was ihnen beim Image wichtig ist, was die zentralen Merkmale sind, damit sie sich bewerben und welche Schlüsselworte sie mit Phoenix Contact assoziieren.

„Die Ergebnisse hatten extrem hohe Übereinstimmungen“, sagt Goltz. Beide Gruppen führten als Grund für eine Bewerbung drei Faktoren auf: Jobsicherheit, flexible Arbeitszeit und ein gutes Unternehmensklima. „Alle drei Ergebnisse sprechen für ein familienfreundliches Image, das wir pflegen und in das wir investieren“, sagt Goltz. Über eine Imagekampagne im kommenden Jahr kann sie noch nicht reden. Eine Bestätigung für die Außendarstellung ist für sie aber, dass die Mehrheit der befragten Studierenden die Karriereseiten des Unternehmens als Informationsquelle nennt.

Als Kompass dafür, ob sie in die richtige Richtung arbeiten, wertet Goltz in ihrer Abteilung permanent aktuelle Studien zur technologischen, arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitischen Entwicklung aus. Und sie scheinen nicht auf dem Holzweg zu sein: Auf die Frage nach dem konkreten Entscheidungsgrund für einen Eintritt bei Phoenix Contact nannten im vergangenen Jahr 45 Prozent der Befragten eine Mitarbeiterempfehlung. Das Arbeitgeberimage bei den eigenen Beschäftigten spiegelt sich so von außen wider.

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