Liebe Leserinnen und Leser,

„Unternehmenskultur“ – das Wort geht uns schnell über die Lippen. Wir verwenden den Begriff häufig, ohne uns bewusst darüber zu sein, was wir eigentlich genau damit meinen. Oft kombinieren wir den Begriff mit einem Attribut: dynamisch, innovativ, fair oder vertrauensvoll. Natürlich geht auch familien- oder vereinbarkeitsbewusst. Was kennzeichnet aber eine solche Kultur und wie können Unternehmen sie erlangen? Sicher ist: Eine vereinbarkeitsbewusste Unternehmenskultur muss Bedingungen herstellen, unter denen beide Elternteile Arbeit und Familie partnerschaftlich vereinbaren können.

Wie diese Bedingungen aussehen können, das möchten wir in unserem neuen „Forum Familienfreundliche Unternehmenskultur“ von vielen Seiten beleuchten und Antworten finden. In dieser Ausgabe mit dem Schwerpunkt „Unternehmenskultur und Digitalisierung“ nimmt Dr. Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln eine erste Definition von Unternehmenskultur vor. Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Simone Burel geht der Frage nach, was Sprache in der Arbeitswelt 4.0 mit Unternehmenskultur zu tun hat. Im Praxisbeispiel stellen wir Ihnen mit der Ornamin-Kunststoffwerke GmbH & Co. KG ein Unternehmen vor, das eine vereinbarkeitsbewusste Unternehmenskultur vor allem als Vertrauenskultur definiert. In weiteren Ausgaben wird es um Personalführung, um unbewusste Anteile bei der Entstehung von Unternehmenskultur, um einen Blick in die Zukunft der Unternehmenskultur und um Kommunikation gehen.

Kirsten Frohnert, Projektleiterin und Larissa Roy-Chowdhury, Referentin


Eine familienfreundliche Unternehmenskultur definiert sich als Bewusstsein für die privaten Belange der Beschäftigten und die Fähigkeit von Unternehmen, die eigenen Ziele mit diesen Belangen auszutarieren. Diese These vertritt Dr. Oliver Stettes, Leiter des Kompetenzfeldes Arbeitsmarkt und Arbeitswelt beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Weiterlesen


Sprache und Unternehmenskultur

Um Sprache geht es in unserem zweiten Experteninterview. Sie drückt Unternehmenskultur unmittelbar aus. Ist die Sprache aber am Menschen oder vor allem an der Wertschöpfung orientiert? Kommen Begriffe wie „Vereinbarkeit“ und „Familie“ zum Beispiel auf der Karriereseite von Unternehmen häufig oder gar nicht vor? Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Simone Burel gibt Einblicke in Feinheiten, über die wir oft gar nicht nachdenken.

Weiterlesen


Vertrauen schenkt man. Vertrauenskultur heißt deswegen für Holger von der Emde, geschäftsführender Gesellschafter bei der Ornamin-Kunststoffwerke GmbH & Co. KG, den Mut zu haben, mit Vertrauen in Vorleistung zu gehen. Die Kultur in seinem Unternehmen ist davon geprägt, dass er Dinge, die er für sich selbst beansprucht, auch seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Dies führt zu Vertrauensarbeitszeit für alle und zu dem Versuch, immer individuelle Vereinbarkeitslösungen zu finden. Zum Beispiel arbeitet ein Elternpaar auf zwei Stellen, die zusammen 150 Prozent ergeben. Beide sind Führungskräfte in verschiedenen Abteilungen und können flexibel bestimmen, wer von ihnen wann wie viel arbeitet – es müssen eben nur 150 Prozent dabei herauskommen. Lesen Sie, wie diese Kultur entstanden ist und wie Ornamin daran arbeitet.  

Weiterlesen


Checkliste

Tipps

Wenn Sie sich als vereinbarkeits- und familienorientiertes Unternehmen im Kontext Arbeitsmarkt 4.0 präsentieren möchten, dann sollten Sie

  • Ihre Beschäftigten auf Ihrer Homepage ihre persönliche Vereinbarkeitsgeschichte erzählen lassen, gute Beispiele bringen und immer Vorbilder zeigen,
  • ...

Schon gewusst?
Testen Sie Ihre Unternehmenskultur! Sie möchten wissen, wie familienfreundlich Ihre Unternehmenskultur ist? Der "Kulturcheck" gibt Antworten und praktische Hinweise.

 

 

Teile: