Liebe Leserinnen und Leser,

mit einem gesellschaftlichen Wertewandel ist auch die Unternehmenskultur immer einem Veränderungsprozess unterworfen – und gestaltet ihn gleichzeitig mit. Tausende von Unternehmen stehen in den kommenden Jahren vor der Aufgabe, eine Nachfolge zu finden. Inwiefern ist ein solcher Übergang auch eine Chance, die Vereinbarkeitskultur in Unternehmen weiterzuentwickeln und bewährten Modellen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie neue Modelle an die Seite zu stellen? Sicher ist bei der Übernahme eines Unternehmens die Vereinbarkeit ein grundlegend positives Thema und bietet Gestaltungsmöglichkeiten auch unabhängig von Büchern und Zahlen. Es berührt alle Bereiche des Unternehmens und niemand muss dabei verlieren. Fragen dazu greifen wir unter dem Titel „Unternehmensnachfolge als Chance für kulturellen Wandel“ in dieser Ausgabe unseres Forums „Vereinbarkeitsbewusste Unternehmenskultur“ auf. Lesen Sie die Interviews mit Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, und mit Beatrice Rodenstock, geschäftsführende Gesellschafterin der Rodenstock-Gesellschaft für Familienunternehmen. Unser Praxisbeispiel führt in die Delta Barth Systemhaus GmbH, einen Softwarebetrieb, den Annett Barth vor wenigen Jahren von ihrem Vater übernommen hat. Sie meint, wer einen Betrieb übernimmt, ist gut beraten zu schauen, ob er oder sie zur Kultur passt, und nicht umgekehrt.

Viel Freude beim Lesen wünschen
Kirsten Frohnert, Projektleiterin und Larissa Roy-Chowdhury, Referentin


 Alte und neue Modelle dürfen nebeneinander existieren

Oliver Schmitz ist Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH. Einen Generationenwechsel versteht er als Chance, eine vereinbarkeitsbewusste Unternehmenskultur für alle Beschäftigten zu etablieren. Hierbei dürfen neue und alte Modelle durchaus nebeneinander existieren. Dadurch lässt sich ein nachhaltiger Erfolg für die Fachkräftesicherung erzielen.

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 Der Familienfreundlichkeit ein Gesicht geben

Beatrice Rodenstock unterstützt Familienunternehmen bei der Unternehmensnachfolge. Dieser Prozess sei eine zentrale Möglichkeit, auch die Unternehmenskultur auf den Prüfstand zu stellen. Dabei müssten die neuen Führungskräfte Vorbilder für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein und ein Konzept für die weitere Entwicklung des Unternehmens haben. Letztlich läge in der Unternehmensübergabe dann auch die Chance, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle Beschäftigten zu stärken.

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Unternehmensbeispiel: Delta Barth Systemhaus GmbH

Annett Barth ist Geschäftsführerin der Delta Barth Systemhaus GmbH und hat das Unternehmen mit 66 Beschäftigten 2011 von ihrem Vater übernommen. Der Prozess der Unternehmensübergabe gelang vor allem deshalb, weil Barth das Unternehmen vor der Übernahme „von unten“ kennenlernte.

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Checkliste

Schon gewusst?

Anteil der über 55-jährigen Inhaberinnen und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen:

2002: 20 %
2014: 35 %

 Tipps

In unseren Tipps geben wir Ihnen Hinweise, was Sie bei der Unternehmensnachfolge auf jeden Fall beachten sollten, um sie zum Erfolg zu führen.

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