Liebe Leserinnen und Leser,

zwei gesellschaftliche Trends werden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den kommenden Jahren stark prägen und verändern. Das sind 1. die sich wandelnden Rollenbilder und ein damit einhergehender veränderter Begriff von Familie und 2. die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf unsere Arbeit. Das Zukunftsinstitut in Frankfurt a. M. nennt diese beiden Trends „Gender Shift“ und „New Work“. Wie sich Familie und Arbeit verändern werden, das lesen Sie in unseren beiden Experteninterviews mit Prof. Sabine Walper, Forschungsdirektorin des Deutschen Jugendinstituts, und Kirsten Brühl, Coach und Zukunftsforscherin. Was das für Arbeitgeber bedeutet, erfahren Sie in unserem Praxisbeispiel über den Möbelhersteller SMV. Die Geschäftsführerin Inge Brünger-Mylius macht deutlich: Wer in der Provinz angesiedelt ist, muss sich „schon hübsch machen als Arbeitgeber“.  
 
Viel Freude beim Lesen wünschen
Kirsten Frohnert, Projektleiterin und Larissa Roy-Chowdhury, Projektreferentin


Interview

"Nicht alle Vereinbarkeitsprobleme lassen sich durch erweiterte Betreuungszeiten lösen"

Professorin Sabine Walper, Forschungsdirektorin des Deutschen Jugendinstituts, sieht den Trend abnehmender Heiratsneigung und eine wachsende Instabilität von Paarbeziehungen. Elternschaft wird ein zunehmend intensiveres, anspruchsvolles „Projekt“. Die Folge: Ehe und Partnerschaft treten in den Hintergrund und bilden nicht mehr notwendigerweise den Rahmen für eine Familiengründung. Lesen Sie, wie sich diese Entwicklung auf Familie und Arbeit auswirken wird.

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Unternehmenskultur lockt Hochqualifiziere

Kirsten Brühl arbeitet als Coach und Zukunftsforscherin unter anderem am Zukunftsinstitut Frankfurt a. M. Sie sieht wichtige Trends am Arbeitsmarkt: Unternehmen werden sich noch weiter als bislang darauf einstellen müssen, dass Beschäftigte in längeren Rhythmen viel und weniger arbeiten möchten. Dazu brauchen sie Zeitsouveränität, individuell zugeschnitten auf Phasen hoher und niedrigerer Belastung, aber auch Möglichkeiten wie Führen in Teilzeit, Tandem-Lösungen und alternative Karrieremodelle. 

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Unternehmensbeispiel SMV

Am Puls der Zeit und der Beschäftigten

Wer sein Unternehmen nicht in Ballungszentren, sondern eher im ländlichen Raum ansiedelt, muss seinen Beschäftigten schon etwas bieten, sich „hübsch machen“, wie Inge Brünger-Mylius es ausdrückt. Die 57-Jährige ist Geschäftsführerin beim Designmöbelhersteller SMV im Kreis Herford. Sie betrachtet sich und ihre Beschäftigten als erweiterte Familie. Entsprechend ist es ihr Ziel, das gemeinsame Leben und Arbeiten so angenehm und produktiv wie möglich zu gestalten …

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Checkliste

Tipps

Wenn Sie sich als vereinbarkeits- und familienorientiertes Unternehmen im Kontext Arbeitsmarkt 4.0 präsentieren möchten, dann sollten Sie

  • Ihre Beschäftigten auf Ihrer Homepage ihre persönliche Vereinbarkeitsgeschichte erzählen lassen, gute Beispiele bringen und immer Vorbilder zeigen,
  • ...

Schon gewusst?
Testen Sie Ihre Unternehmenskultur! Sie möchten wissen, wie familienfreundlich Ihre Unternehmenskultur ist? Der "Kulturcheck" gibt Antworten und praktische Hinweise.

 

 

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