Liebe Leserinnen und Leser,

Väter mit Babys vor dem Bauch im Supermarkt, Väter wochentags mit Kleinkindern im Café, Väter beim Babyschwimmen: ein ganz normaler Anblick, wenn Unternehmen Väter dabei unterstützen – genau wie Mütter –, länger in Elternzeit zu gehen und flexible Arbeitszeitmodelle zu wählen. Damit das Bewusstsein dafür nicht nur in den Personalabteilungen wächst, sondern unternehmensweit Alltagswissen wird, sind Väternetzwerke wichtig. Väter tauschen sich aus, vernetzen sich und gewinnen Kompetenzen rund um Themen wie Erziehung, Schule oder Gesundheit. Übrigens eignen sich Väternetzwerke auch für kleine und mittlere Betriebe, wenn sie eine jüngere Belegschaft haben. Denn die typischen Merkmale für KMU – wie flache Hierarchien, ein funktionierender „Flurfunk“ und ein lockerer Umgangston – begünstigen das Vernetzen. Wenn dann auch noch Geschäftsleitung und Führungskräfte frühzeitig mit ins Boot geholt werden und ein Vater aus diesem Kreis die Schirmherrschaft übernimmt, dann wird das Netzwerk schnell zum Selbstläufer.

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Kirsten Frohnert, Projektleiterin und Larissa Roy-Chowdhury, Referentin


Väter und Vereinbarkeit

Wie funktionieren Väternetzwerke und welche Ziele verfolgen sie? Männer tauschen sich in informeller Atmosphäre beispielsweise über Führen in Teilzeit für Väter aus – ein Thema, das viele Unternehmen noch nicht wirklich auf der Agenda haben. Ist es aber gewünscht, so kann ein Väternetzwerk entsprechende Impulse an die Personalabteilung geben. Für die Väter selber bietet sich so aber nicht nur die Chance, Themen im Unternehmen zu setzen und die Väterperspektive zu vermitteln. Sie gewinnen auch Kompetenzen in Feldern wie Erziehung, Gesundheit oder Bildung. Auch dies sind – neben geeigneten Instrumenten der Vereinbarkeit im Job – wichtige Voraussetzungen für mehr Partnerschaftlichkeit. Volker Baisch, Geschäftsführer der Väter gGmbH, gibt Tipps, was Sie bei der Gründung eines Väternetzwerks bedenken sollten. Mit Christian Cobbers, Leiter des Väternetzwerks bei Henkel, steigen Sie in die Praxis ein. Wie erreichen Sie zum Beispiel für das Thema im Unternehmen wirklich Aufmerksamkeit?

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Väter und Vereinbarkeit

Der besondere Moment

Längst ist „Kinder und Karriere“ kein reines Frauenthema mehr. Auch Väter stehen vor der Herausforderung, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen. Wie ein Väternetzwerk bei dieser Aufgabe helfen kann, das berichtet Thomas Wendt, Personalleiter Verlagshäuser bei Axel Springer. Er ist überzeugt: Ein Väternetzwerk trägt zum Kulturwandel bei. Wendt beschreibt auch einen besonderen Moment der Erkenntnis: Wenn Mütter vereinbaren wollen, brauchen Väter Angebote. Durch das Väternetzwerk bekommt Wendt wertvolle Ideen übermittelt, auf die er ohne diese Anregungen nicht gekommen wäre. So kann er von der Personalseite das Thema „Väter und Vereinbarkeit“ passgenau weiterentwickeln.

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Checkliste

Väter und Vereinbarkeit

Die ersten Schritte im Überblick: Väternetzwerke tragen dazu bei, im Unternehmen das Bewusstsein für den Vereinbarkeitsbedarf von Vätern zu schärfen. Die Vereinbarkeitsinstrumente stehen bereit. Hürden liegen zumeist in ihrer Nutzung. Zu oft sind Männer noch auf alte Rollenmuster festgelegt. Im Väternetzwerk können sie Wissen über Kindererziehung und Schule aufbauen und sich über Teilzeitmodelle, Homeoffice und Führen als Vater mit familiären Pflichten austauschen. Dies ebnet den Weg für eine egalitäre Aufgabenverteilung mit ihre Partnerinnen. Lesen Sie dazu Tipps und aktuelle Zahlen.

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