Zahlen, Daten, Fakten

Die Zukunft der Arbeit ist aufs engste mit Digitalisierung, Automatisierung und technischem Fortschritt verbunden. Wie sich diese Entwicklung konkret auf die Arbeit von Menschen auswirkt und wovon unternehmerischer Erfolg dann abhängen wird, dazu gibt es zahlreiche Untersuchungen und Studien. Wir stellen Ihnen hier vier davon kurz vor – über den jeweiligen Link können Sie tiefer einsteigen.

Das Forschungsinstitut für die Zukunft der Arbeit prognostiziert einen Wandel der Arbeit vor allem aufgrund von vier Trends: technischer Fortschritt, Globalisierung, demografischer Wandel und institutionelle Veränderungen. Vor allem Routinetätigkeiten würden zunehmend durch Automatisierung verlagert. Arbeit werde vor allem durch spezifisch menschliche Fähigkeiten wie Komplexität, Interaktivität und Innovation geprägt sein. Berufe, die diese Fähigkeiten voraussetzten, würden an Bedeutung gewinnen.

Diese Neuausrichtung einzelner Berufssparten wird bei Beschäftigten ganz neue Fähigkeiten fördern, so eine Untersuchung der Deutschen Telekom in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen, aus der 20 Thesen zur Zukunft der Arbeit hervorgegangen sind. Zwei Beispiele: Die Rolle des Menschen verändert sich laut der Untersuchung vom Erbringer von Dienstleistungen hin zum Kontrolleur von Maschinen. In Zeiten von „Big Data“ lägen für alle Lebensbereiche Daten vor, die es sinnhaft zu kombinieren und zu interpretieren gelte. Diese Tätigkeit werde nicht substituierbar sein und stelle eine Schlüsselqualifikation digitaler Arbeit dar.

Wie kann die Digitalisierung auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen voranbringen? Diese Frage hat sich das Bertelsmann-Projekt „Betriebliche Arbeitswelt in der Digitalisierung“ gestellt und zu einem Booksprint aufgerufen, also dazu, ein Buch gemeinschaftlich zu verfassen. Herausgekommen ist das Werk „Booksprint. Vereinbarkeit 4.0“. 49 Autorinnen und Autoren haben dort ihre Gedanken zur Vereinbarkeit von Arbeit mit dem Menschen und der Familie, der Organisation, der sozialen Sicherung, der Selbstständigkeit und Gründung, der Gesundheit und weiteren Themen niedergeschrieben.

Führungskräfte müssen heute eine hohe Bandbreite an Führungsthemen abdecken. Ein Drittel von ihnen fühlt sich dabei allein gelassen, so das Ergebnis des Führungskräfteradars 2019, den die Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit der Universität Witten-Herdecke erarbeitet hat. Jeder Fünfte glaubt, den eigenen Ansprüchen an Führung nicht gerecht werden zu können. Jeder Vierte stimmt der Aussage zu, mehr zu einem Team beitragen zu können, wenn es nicht von ihm geführt wird. Insgesamt, so die Untersuchung, kann die Hälfte aller Führungskräfte in Deutschland ihrer Verantwortung nicht unbeschwert nachkommen. 


Teile: