So sehen es die Beschäftigten

Junge und Ältere auf Augenhöhe

Klassische Rolle mehrfach gesprengt

Ronny Ungewiss wird demnächst zum dritten Mal Vater. Er möchte drei bis sechs Monate in Elternzeit gehen. „Die älteren Kolleginnen und Kollegen haben immer Verständnis, wenn ein Kind mal krank ist oder ich wegen Familienterminen mal früher gehen muss“, sagt Ungewiss. Und: Wo immer er kann, gibt der 40-Jährige etwas zurück. Ungewiss hat einen recht starren Dienstplan mit vier langen und einem kurzen Tag. Die hauseigene Kita deckt – anders als bei der Planung gedacht – die Arbeitszeiten nicht voll ab. Daher hat ilapo einen Babysitter-Service dazugebucht, der die Kinder während der restlichen Stunden in den Räumlichkeiten der Kita betreut. Ungewiss arbeitet als pharmazeutisch-technischer Assistent – eigentlich ein ausgesprochener Frauenberuf, wie er meint. Aber: Da er schon Ansprechpartner für die Kita ist und dort die klassischerweise eher von den Müttern übernommene Rolle hat, macht es ihm Freude, auch hier die Rollen zu „sprengen“.

Sehr viel Flexibilität

Medina Dervisoska ist 22 Jahre alt und arbeitet bei ilapo in der Buchhaltung. In ihrem Team hat nur eine Kollegin Kinder, weshalb diese bei der Urlaubsplanung Vorrang hat. Der Chef der Abteilung ist 50 Jahre alt, doch das Alter spielt laut Dervisoska überhaupt keine Rolle. Man begegne sich immer auf Augenhöhe. Die Themen der Vereinbarkeit genießen Dervisoska zufolge durch alle Generationen Unterstützung. Sie selbst könne ihren Hobbys ohne Einschränkung nachgehen und – für sie noch wichtiger – sie könne sich spontan verabreden und auch sehr kurzfristig einen Urlaubstag nehmen. „In meiner Generation geht vieles ohne größere Planung, was manchmal Spontanität erfordert“, meint die Vertreterin der Generation Z.


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