Homeoffice neu erfinden

Der derzeitige Digitalisierungsschub kam für viele von uns ungeplant. Die meisten stellen sich ihm und versuchen ihr Bestes – oft mit überraschendem Erfolg. Für Unternehmen und Institutionen und ihre Beschäftigten heißt das, die Möglichkeiten der Flexibilisierung von Arbeitszeit- und -ort auszuschöpfen.

Obwohl getrennt, arbeitet in der Regel natürlich nicht jeder allein für sich. Teamarbeit auf Distanz will jedoch organisiert sein. Sind tägliche Online-Meetings die richtige Antwort? Oder erschöpfen sie die Menschen auf lange Sicht? Außerdem: Wie geht es eigentlich den Führungskräften, die in einem Crashkurs lernen müssen, ihre Teams auf Distanz zu führen und die nötige Empathie bei virtuellen Begegnungen aufzubringen?

Lesen Sie die ausführliche Reportage „Ein Tag mit …“ mit der TKT Kunststoff-Technik GmbH. Geschäftsführer Dr. Peter Brinkmann berichtet, dass Beschäftigte mit kleinen Kindern als Erste ins Homeoffice gehen konnten. Die Kommunikation im virtuellen Raum verändere sich jedoch grundlegend. Die Lernkurve – so viel schon hier – ist auf allen Seiten hoch.

Klartext sprechen in diesem Forum Dr. Katrin Häsler und Bernd Dälken, Geschäftsführung der Dälken Ingenieurgesellschaft mbH, und Dr. Stefanie Wolter vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. „So geht Vereinbarkeit“

Außerdem nimmt unser filmisches Unternehmensporträt Sie mit zur Lässig GmbH, einem familienorientierten Hersteller von Kinderkleidung.

Wir wünschen gute Anregungen beim Lesen!
Ihr Team Netzwerkbüro


Faktencheck

„Zahlen, Daten, Fakten“

Täglich den eigenen Arbeitsplatz aufsuchen, gemeinsam mit dem Team um eine Metaplanwand stehen und brainstormen, das war einmal. Fast jeder und jede zweite abhängig Beschäftigte hat Mitte Februar 2021 zumindest teilweise von zu Hause oder von einem anderen Ort aus gearbeitet, so eine IZA-Studie vom März dieses Jahres. Die Zufriedenheit der Beschäftigten mit dem Infektionsschutz in Betrieben liegt bei über 80 Prozent.

Hier finden Sie einige zentrale Erkenntnisse der Studie.


Ein Tag mit ... TKT Kunststoff-Technik GmbH

Beschäftigte mit kleinen Kindern zuerst

Bei der TKT Kunststoff-Technik GmbH konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit kleinen Kindern während der ersten Welle der Pandemie im letzten Jahr zuerst ins Homeoffice wechseln. Schritt für Schritt folgten die anderen. Welche kommunikativen Herausforderungen auf Führungskräfte zukommen, wenn ganze Teams im Homeoffice arbeiten, und welche Lösungsansätze ein Mittelständler in Bad Laer bei Osnabrück gefunden hat, lesen Sie in „Ein Tag mit …“.   

Hier gelangen Sie zum Text.


Drei Fragen an ... Dr. Lisa Allegra Markert (Bitkom e. V.)

„Die Präsenzkultur wird infrage gestellt“

Dr. Lisa Allegra Markert ist Referentin für Arbeitsrecht & Arbeit 4.0 beim Branchenverband Bitkom. Ihre Prognose: Arbeitgeber und Beschäftigte, die gute Erfahrungen mit der Arbeit im Homeoffice gesammelt haben, konnten Vertrauen aufbringen und ein hohes Maß an Selbstorganisation erreichen. Dies wird einen nachhaltigen Kulturwandel auslösen, der vor allem Eltern und pflegenden Beschäftigten zugutekommt. 

Hier kommen Sie zum Interview.


Praxisbeispiele

Gute Praxis

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen zwei filmische Praxisbeispiele und ihre Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor. Dieses mal mit dabei: Die Lässig GmbH aus Babenhausen und die thyssenkrupp Rasselstein GmbH aus Andernach.

Hier gelangen Sie zu den Filmen.


Klartext

Endet die Dominanz der Präsenzkultur?

In der Rubrik „Klartext“ stellen wir eine These zum jeweiligen Schwerpunktthema auf und bitten Expertinnen und Experten, dazu knapp Stellung zu nehmen. Lesen Sie in dieser Ausgabe Beiträge von Dr. Katrin Häsler und Bernd Dälken, Geschäftsführung der Dälken Ingenieurgesellschaft mbH und von Dr. Stefanie Wolter vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. Bei den Kommentaren handelt es sich um persönliche Ansichten der Autor*innen.

These: Homeoffice erfordert von Arbeitgebern vor allem Vertrauen und von Beschäftigten ein hohes Maß an Selbstorganisation, um sehr gute Arbeitsergebnisse zu erzielen. Beides ist nicht selbstverständlich, beides kann erlernt werden. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen sich dafür teilweise neu erfinden. Die Erfahrungen in der Pandemie sind überwiegend positiv. Die Dominanz der Präsenzkultur in Deutschland ist damit beendet. Beschäftigte erhalten das höchstmögliche Maß an Flexibilität, um ihr berufliches Engagement mit Familienaufgaben oder privaten Interessen gut zu vereinbaren. Nicht zuletzt wird dies ein Schlüssel für die Fachkräftesicherung sein. Richtig oder falsch?

Hier geht es zu den Kommentaren.


Lokale Bündnisse für Familie

Beschäftigte im Blick behalten – trotz Distanz

Wir zeigen Ihnen die Arbeit der rund 600 Lokalen Bündnisse für Familie in Deutschland − diesmal am Beispiel Familienbündnis in der Region Osnabrück.

Lesen Sie hier, wie das Bündnis vor Ort seine Bündnispartner in der Corona-Pandemie unterstützt.


Checkliste

So gelingt die Vereinbarkeit

Kurz im Überblick: Diese Maßnahmen und Haltungen unterstützen in den Unternehmen, die wir für diese Ausgabe befragt haben, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege:

  • Bieten Sie – wo immer es möglich ist – die Arbeit vom Homeoffice aus an und ermöglichen Sie ein hohes Maß an Zeit- und Ortsflexibilität.
  • Hinterfragen Sie die Präsenzkultur zugunsten einer Ergebnisorientierung in Ihrem Betrieb.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Checkliste.


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