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Das hilft berufstätigen Eltern jetzt finanziell

Der vereinfachte Kinderzuschlag und der Entschädigungsanspruch helfen schnell und unkompliziert. Auch Unternehmen sollten die neuen Leistungen kennen.

Beschäftigte, die wegen einer geschlossenen Kita oder Schule die Kinder Zuhause betreuen, sollten finanzielle Hilfen prüfen. (Quelle: shutterstock)

Ist Ihr Unternehmen von der Corona-Krise betroffen und müssen Sie beispielsweise Beschäftigte mit Kindern in Kurzarbeit schicken oder freistellen? Der vereinfachte Kinderzuschlag oder der Entschädigungsanspruch bei Verdienstausfall, der von sechs auf zehn Wochen verlängert wird, können in der aktuellen Situation helfen. Auch Unternehmen sollten die neuen Möglichkeiten kennen und in ihrer Belegschaft bekanntmachen.

Pro Kind monatlich bis zu 185 Euro

Die bereits bestehende Familienleistung Kinderzuschlag, kurz KiZ, unterstützt Familien, in denen der Verdienst der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht. Pro Kind kann das monatlich bis zu 185 Euro zusätzlich bedeuten. Bisher war das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate die Berechnungsgrundlage. Eltern, die jetzt weniger verdienen, können vereinfacht den Kinderzuschlag, kurz Notfall-KiZ, beantragen. Für den Notfall-KiZ wird nun der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Seit 1. April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung. Diese Regelung gilt befristet bis zum 30. September 2020. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.notfall-kiz.de Wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihre Beschäftigten über die Leistung informieren können, erfahren Sie hier: https://www.bmfsfj.de/kiz-unternehmen

Entschädigungsanspruch wegen geschlossener Schule oder Kita

Wer wegen der behördlichen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Eltern können demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens für bis zu sechs Wochen erhalten. Am 20. Mai hat die Bundesregierung beschlossen, den Zeitraum auf bis zu zehn Wochen für jedes sorgeberechtigte Elternteil auszuweiten. Alleinerziehende Elternteile können mit bis zu 20 Wochen doppelt so lange Unterstützung erhalten.

Die monatliche Obergrenze für den Entschädigungsanspruch liegt bei 2.016 Euro. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann. Selbstständige können den Erstattungsantrag direkt bei der zuständigen Landesbehörde stellen. Der Bundestag sowie der Bundesrat befassen sich voraussichtlich bis Anfang Juni mit den Änderungen. Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen erhalten Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums.

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