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Dr. Franziska Giffey diskutiert digital mit Unternehmerinnen

Was können Unternehmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus der Corona-Krise lernen? Die Familienministerin im Dialog mit Unternehmerinnen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey mit Vertreterinnen des DIHK

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey beim Frauennetzwerkaustausch des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Quelle: DIHK

Mehr als 100 Unternehmensvertreterinnen des DIHK-Frauennetzwerkes diskutierten am 9. September virtuell mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben. Im Fokus stand der Austausch zu den Lehren und Auswirkungen der Corona-Krise mit den Unternehmerinnen, die sich ehrenamtlich in den 79 IHK in Deutschland engagieren. Wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade in Krisenzeiten ist, zeigte sich in den letzten Monaten, da so zum Beispiel eine eingeschränkte Kinderbetreuung oder fehlende Pflege von Angehörigen durch betriebliche Vereinbarkeitsmaßnahmen abgefedert werden konnte. 

Die Krise als Chance für strukturelle Veränderungen nutzen

Eine flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort haben in vielen Unternehmen die Situation erleichtert, wie DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben betonte: „Es ist ein starkes Signal, wie viele Firmen über sich hinausgewachsen sind und während der Schul- und Kitaschließungen flexibles Arbeiten ermöglicht haben. Viele Unternehmen berichten uns, dass sie als familienbewusste Betriebe leichter auf diese Herausforderung reagieren konnten“.

Bundesfamilienministerien Giffey betonte ebenfalls die Relevanz einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf für eine funktionierende Wirtschaft: „In der Krise zeigt sich, wie essentiell die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für eine funktionierende Wirtschaft ist. Die Krise birgt auch Chancen für strukturelle Veränderungen und mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen. Plötzlich ist viel mehr möglich, von flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice bis hin zu innovativen Schichtmodellen. Diese Erfahrungen und Lerneffekte bleiben auch nach der Krise. Sie haben das Zeug, echte Veränderungen für eine bessere Balance von Erwerbs- und Sorgearbeit anzuschieben.“

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In der Toolbox „Vereinbarkeit und Corona“ des Unternehmensprogramms finden Unternehmen Praxisbeispiele und Tipps für eine Vereinbarkeitsstrategie. Im kostenlosen Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ können sie sich austauschen und voneinander lernen.

Das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ ist die zentrale Plattform zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem Unternehmensprogramm setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

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