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Familienpolitische Maßnahmen im Realitätscheck

In Rostock informierte sich Dr. Franziska Giffey, wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor Ort gelebt wird - und was noch verbessert werden kann.

 

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey besichtigt die Produktionsstätten des Medizintechnikproduzenten Cortronol in Warnemünde. (Quelle: BMFSFJ)

Ein Tag, drei Stationen: Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 25. Februar im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ die Hansestadt Rostock besucht und sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Familien über eine familienbewusste Arbeitswelt ausgetauscht. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind familienfreundliche Angebote für Unternehmen wichtig, um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu halten. Das Bundesfamilienministerium unterstützt sie bei der Umsetzung.

Wie sah es vor Ort aus? Worauf kommt es an für Mitarbeitende und Betriebe beim Thema Vereinbarkeit? Hier können Sie die Stimmen zum Regionaltag und Bilder des Tages als Video ansehen.

Dr. Franziska Giffey: „Unser politisches Handeln orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen. Deshalb interessiert mich der Austausch mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie mit Beschäftigten gleichermaßen. Mir geht es um einen Realitätscheck der familienpolitischen Maßnahmen: Was funktioniert im betrieblichen Alltag, wo hakt es, wo können wir noch verbessern? Unternehmen tragen eine Mitverantwortung dafür, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt. Das ist eine der zentralen gemeinsamen Aufgaben von Politik und Wirtschaft für das Gelingen unserer Gesellschaft. Deshalb ist mir der permanente Austausch an dieser Stelle ganz besonders wichtig.“

Vereinbarkeit im betrieblichen Alltag gestalten

Erste Station von Dr. Franziska Giffey beim Regionaltag war der Medizintechnikhersteller Cortronik, der seinen 380 Beschäftigte flexible Arbeitszeitmodelle ermöglicht. Nach einem Rundgang durch die Produktionshalle tauschte sich die Bundesfamilienministerin mit der Unternehmensleitung sowie mit Personalverantwortlichen und Beschäftigten zu aktuellen betrieblichen Themen rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus.

Gespräche zu regionalen Herausforderungen

Nach dem Besuch des Unternehmens traf Dr. Franziska Giffey bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock auf Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft. In dem Gespräch ging es um eine moderne, familienfreundliche Arbeitswelt, bei der Podiumsdiskussion mit regionalen Unternehmerinnen und Unternehmern um innovative Arbeitszeitmodelle, Wertewandel und Wünsche von Fachkräften sowie individuelle Herausforderungen, vor denen die Unternehmen in der Region Rostock stehen.

Zum Abschluss des Regionaltages diskutierte Dr. Franziska Giffey mit Leserinnen und Lesern der Ostsee Zeitung. Im Mittelpunkt des Leserforums standen die Themen Arbeitsalltag, Familie und Vereinbarkeit.

Das Unternehmensprogramm

Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft - der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) - für eine familienfreundliche Arbeitswelt ein. Das Ziel ist, Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

Der Fortschrittsindex Vereinbarkeit

Der Fortschrittsindex Vereinbarkeit unterstützt Unternehmen dabei, eine familienbewusste Unternehmenskultur zu entwickeln. Mit dem Online-Tool können sie kostenlos und anonym ihre Familienfreundlichkeit messen und sich mit Unternehmen gleicher Größe und Branche vergleichen. Jedes teilnehmende Unternehmen erhält ein Siegel. Der Fortschrittsindex Vereinbarkeit wurde zusammen mit dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag entwickelt und ist ein Angebot des Unternehmensprogramms Erfolgsfaktor Familie.

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