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Neuer „Unternehmensmonitor“ erschienen

Welche Fortschritte haben Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht? Der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2016“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zeigt, dass Familienfreundlichkeit in der Mitte der Wirtschaft angekommen ist.

Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf, vor allem mit Blick auf eine familienfreundliche Führungskultur. Der Direktor des IW Köln, Prof. Dr. Michael Hüther,  stellte die Ergebnisse der Studie im Rahmen des „Wirtschaftstages Familie“ am 28. Juni in Berlin vor.

Der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2016“ zeigt, dass rund acht von zehn der befragten Unternehmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen hohen Stellenwert zuweisen.  Aber in vielen Handlungsfeldern schätzen die Unternehmen ihre Angebote familienfreundlicher ein als ihre Beschäftigten.

„Noch besteht zwischen den Angeboten der Unternehmen und den Bedarfen der Beschäftigten eine Lücke. Hier müssen die Unternehmen noch innovativer werden und neue Zielgruppen wie Väter, Alleinerziehende und pflegende Beschäftigte mit in den Blick nehmen“, so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Führungskräfte spielen für den Erfolg einer gelebten familienfreundlichen Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle – wenn Beschäftigte von ihren Vorgesetzten ermutigt werden, familienfreundliche Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. Dies gilt insbesondere für die Väterförderung: Wo männliche Führungskräfte selbst Elternzeit in Anspruch nehmen, ist der Anteil der männlichen Beschäftigten, die dies auch tun, mit 16 Prozent fünfmal so hoch wie in Unternehmen ohne entsprechende Führungskräftevorbilder. Unterstützen Führungskräfte Vereinbarkeit, wirkt sich dies auch auf die Arbeitszufriedenheit aus: Demnach steigt der Anteil der unzufriedenen Beschäftigten von knapp 5 Prozent auf 27 Prozent, wenn die Führungskraft die Inanspruchnahme familienfreundlicher Maßnahmen nicht unterstützt.

Den „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2016“ finden Sie hier.

Die Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums finden Sie hier.

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