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Personalmanagementkongress: Vereinbarkeit in der Krise

Auf dem Kongress des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) lag der Fokus auf Erfahrungen und Umsetzungsstrategien der Corona-Krise für Unternehmen.

Ute Lysk (Unternehmensprogramm Erfolgsfaktor Familie, Petra Mackroth (Abteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium)  und Inga Dransfeld-Haase (Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager) beim Workshop zu Vereinbarkeitsstrategien in der Krise.

Ute Lysk (Unternehmensprogramm Erfolgsfaktor Familie, Petra Mackroth (Abteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium) und Inga Dransfeld-Haase (Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager) beim Workshop zu Vereinbarkeitsstrategien in der Krise. Quelle: BPM/Kerstin Müller

Die Corona-Krise hat Unternehmen und Eltern in kürzester Zeit vor enorme Herausforderungen gestellt. Kurzarbeit und flexibles Arbeiten, am besten aus dem Homeoffice, haben ein Umdenken der bestehenden Arbeitsmuster in Gang gesetzt. Eine Erfahrung dabei war, dass familienbewusste Unternehmen schneller auf diese Herausforderungen reagieren konnten, weil sie mit Blick auf die Vereinbarkeit schon viele Flexibilisierungslösungen etabliert hatten.

Haltung – Kommunikation – Instrumente, dieser Dreiklang unterstützt Unternehmen dabei, auch nach der Krise das Familienbewusstsein in ihrer Unternehmenskultur fest zu verankern. Ute Lysk und Petra Mackroth betonten in ihrem Workshop „Familienbewusstsein als aktives Risikomanagement – Vereinbarkeit in und nach der Krise“, dass Unternehmen durch einen klar kommunizierten Umgang mit Regeln und Erwartungen an Arbeitsleistung und -qualität, ein gegenseitiges Vertrauen und die Stärkung der Gemeinschaft durch klare Krisenkommunikation sowie die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten und -orte nicht nur ihre Beschäftigten binden, sondern auch in Krisenzeiten Betriebsabläufe aufrecht erhalten können.

Unterstützung durch den Fortschrittsindex Vereinbarkeit

Der „Fortschrittsindex Vereinbarkeit“ bietet dabei Unterstützung. Das Instrument erfasst anhand von Kennzahlen den aktuellen Stand im Unternehmen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bietet einen brancheninternen Vergleich mit anderen Unternehmen. Gleichzeitig bietet es Verbesserungsempfehlungen und neun Leitlinien zur Orientierung. Das Teilnahmesiegel signalisiert das Bekenntnis zu einer innovativen, familienbewussten Unternehmenskultur. Bereits registrierte Unternehmen bestätigen: „Der Fortschrittsindex ist eine Möglichkeit, die familienbewusste Unternehmenskultur auf der Grundlage von Zahlen objektiv und offiziell zu dokumentieren und macht bewusst, wo man noch Arbeitsaufträge hat.“

Der BPM und das Bundesfamilienministerium arbeiten bereits seit Jahren im Rahmen des Unternehmensprogramms Erfolgsfaktor Familie zusammen und haben unter anderem den Fortschrittsindex Vereinbarkeit gemeinsam entwickelt.

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