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Teamarbeit im Homeoffice

Welche Voraussetzungen und Maßnahmen den Übergang ins Homeoffice in einem Architektenbüro erleichtert haben, erzählt eine Mitarbeiterin.

Portrait Natalia Bauer

Die Architektin Natalia Bauer von Brückner Architekten. (Quelle: Brückner Architekten)

Der Fortschrittindex Vereinbarkeit bildet anhand von 12 Kennzahlen die Familienfreundlichkeit der Unternehmenskultur ab. Die Kennzahl 2 fragt nach dem Anteil der Beschäftigten mit der Möglichkeit, im Homeoffice bzw. mobil zu arbeiten. Mit welchen Maßnahmen der Übergang ins Homeoffice bei Brückner Architekten in München erfolgreich bewerkstelligt wurde, erzählt die Architektin Natalia Bauer.

Frau Bauer, Sie sind Architektin bei Brückner Architekten in München. Wie wird bei Ihnen im Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt?

Familie und Beruf sind bei Brückner Architekten untrennbare Komponenten und es wird auch ein familiärer Umgang untereinander gepflegt und gefördert. Schließlich verbringt man sehr viel wertvolle Lebenszeit in seinem Berufsumfeld und sollte sich daher auch hier sehr wohlfühlen.

Welche Maßnahmen zur Vereinbarkeit werden angeboten?

Grundsätzlich gab es schon immer die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Dies wurde überwiegend von Kolleg*innen mit Kindern genutzt. Des Weiteren ist es immer möglich nach Rücksprache kurzfristig frei zu nehmen, um besser auf persönliche Eventualitäten reagieren zu können. Internettelefonie, Firmenlaptops sowie die Weiterleitung auf das Firmenhandy ermöglichen flexibles Arbeiten außerhalb der klassischen Bürowände.

Können Architekt*innen gut aus dem Homeoffice arbeiten? Entwürfe und Projekte entstehen doch in enger und intensiver Teamarbeit.

Die Tatsache, dass ein guter Entwurf auch immer Teamarbeit bedingt, stimmt schon. Allerdings setzt er auch eine Phase voraus, in der man alleine konzentriert Recherche betreibt und Ideen auf das Papier bringt. Erst danach erfolgen das gemeinsame Feilen und Brainstormen, was man heute mit zahlreichen Instrumenten super online lösen kann.

Durch die Corona-Krise haben viele Arbeitgeber*innen ihre Beschäftigten ins Homeoffice geschickt. Wie lief das bei Ihnen ab? Hat es reibungslos geklappt?

Hier muss ich einen Riesenlob an unsere Geschäftsführung, Susanne und Laurent Brückner, aussprechen. Der Umzug ins Homeoffice war super organisiert und die Veränderungen wurden von allen sofort akzeptiert. Wir wurden mit Remote-Rechnern, Kameras und einigen Online-Tools, die wir auch schon vor der Corona Krise genutzt hatten, ausgestattet. Natürlich hat es ein paar Tage gedauert, bis wirklich alles bei jedem reibungslos installiert und synchronisiert war und man für sich selber eine neue Routine entwickeln konnte.

Wie viele Beschäftigte haben das Angebot im Homeoffice zu arbeiten vor der Corona-Krise genutzt? Und gibt es schon Tendenzen, dass nach der Krise vermehrt aus dem Homeoffice gearbeitet wird?

Vor der Krise haben ca. 30 Prozent der Mitarbeiter*innen das Angebot aktiv genutzt, würde ich sagen. Unsere Geschäftsführung ist ganz klar für die vermehrte Nutzung digitaler Tools und virtueller Besprechungsoptionen, damit unabhängiger und flexibler gearbeitet werden kann. Allerdings freuen sich meine Kolleg*innen und ich uns wieder sehr auf den persönlichen Austausch und unsere gemeinsamen Mittagessen.

Was hat Ihnen die Kennzahl 2 beim Fortschrittsindex Vereinbarkeit gezeigt? Waren Sie überrascht von dem Ergebnis oder hatten Sie damit gerechnet?

Wir haben eigentlich damit gerechnet, bei der Kennzahl 2 sehr gut abzuschneiden, waren aber positiv überrascht, wie hoch die Zahl beim Durchschnitt doch war. Das ist eine erfreuliche Tatsache und zeigt, dass Homeoffice sehr gut ankommt, und vor allem sehr gut funktioniert.

Gab es noch andere Ergebnisse bei der Teilnahme am Fortschrittsindex Vereinbarkeit, die Sie überrascht haben oder Ihnen besonders aufgefallen sind?

Besonders positiv sind uns die Kennzahlen 6 und 7 aufgefallen: Beim Anteil weiblicher Führungskräfte und dem Anteil der Führungskräfte in freiwilliger Teilzeit liegen wir mit dem Indexwert weit über dem Durchschnitt. Das freut uns sehr und bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn das Potential von Frauen, Gleichberechtigung, Integration von Familie und Beruf, Familienmanagement, das sind alles Werte, die bei Brückner Architekten großgeschrieben werden.

Wie familienfreundlich ist Ihr Unternehmen?

Wie familienfreundlich ist Ihr Unternehmen? Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möchten  im Home-Office bzw. mobil arbeiten. Ist Ihr Unternehmen bereit für die Unterstützung der Beschäftigten bei diesem Wunsch? Testen Sie Ihre familienfreundliche Unternehmenskultur mit dem Fortschrittsindex Vereinbarkeit.

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