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Wirtschaftsfrauen im Dialog

Deutschland und Ungarn sind wirtschaftlich eng vernetzt. Jetzt wollen sie auch in puncto Vereinbarkeit voneinander lernen.

 

Foto v.l.n.r.: Gabriel Brennauer, Sofie Geisel, S.E. Dr. Peter Györkös, Elizabeth Lehnich, Dr. Marie-Theres Thiell, Katalin Novák, Claudia Große-Leege, Kirsten Frohnert, Dr. Volker Treier (Bildquelle: Stageview/Paula Granoux)

Am 13.1. diskutierten zahlreiche Gäste im Haus der Deutschen Wirtschaft, welche Rolle eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten des Fachkräftemangels spielt. Wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog sich die Frage, was Deutschland und Ungarn voneinander lernen können. Denn beide Länder sind wirtschaftlich eng vernetzt. Das gilt vor allem für die Industrie mit ihren globalen Wertschöpfungsketten.

Fachkräftebedarf steigt – Vereinbarkeit gerät in den Fokus

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist stark und für die Unternehmen und ihre Attraktivität als Arbeitgeber wird in Ungarn das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger. „Über 3.000 deutsche Unternehmen beschäftigen in Ungarn über 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Suche nach qualifizierten Fachkräften ist auch für sie die Herausforderung Nr. 1. Durch den heutigen Austausch können wir voneinander lernen, wie wir durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie beispielsweise mehr Frauen für den Arbeitsmarkt gewinnen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier bei der Begrüßung. „Die AHK Ungarn kann mit ihren Beratungsangeboten dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Mit über 140 Standorten in 92 Ländern ist das AHK-Netzwerk weltweit eine wertvolle Plattform für den Erfahrungsaustausch“ führte Treier fort.

Familienpolitische Maßnahmen in Ungarn

Einer der Hauptziele der ungarischen Familienpolitik sei es, Eltern mit Kleinkindern dabei zu unterstützen ihr Familienleben, ihre Familienplanung und Kindererziehung so leicht wie möglich mit ihrer Arbeit zu vereinbaren, betonte die ungarische Staatsministerin für Familie und Jugend Katalin Novák. Dazu würde der Ausbau von Kindertagesbetreuungsstätten vorangetrieben; zum 1. Januar 2020 wurde ein Kinderbetreuungsgeld für Großeltern eingeführt. „Hinsichtlich flexibler Arbeitsbedingungen können wir sehr viel von Deutschland lernen und natürlich teilen auch wir gern unsere Erfahrungen mit Ihnen darüber, wie wir mit einem vielseitigen System von Familienunterstützungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern können“, führte die Staatsministerin fort.

Eine Plattform zum internationalen Austausch

Das ungarische Familienministerium und die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) haben mit ihrer Vereinbarung „Gemeinsam für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ eine Plattform für das Thema und seine Herausforderungen geschaffen. „Ich freue mich, dass heute hierzu dieser internationale Austausch erfolgt“, bekundete die DUIHK-Vizepräsidentin und CEO innogy Hungaria Marie-Theres Thiell. Die Konferenz ist eine Kooperation des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer, es Verbands deutscher Unternehmerinnen sowie dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. VdU-Bundesvorstand Elizabeth Lehnich beobachtet: „Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es viele kreative Lösungen, bei Arbeitszeitmodellen, um in der angespannten Arbeitsmarktlage die Wünsche der Mitarbeiter nach einer guten Vereinbarkeit zu erfüllen.

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