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Arbeitgeber bestimmen Arbeitsteilung in den Familien mit

Eine neue Studie zeigt, welchen Einfluss Betriebe darauf haben, ob sich Eltern die Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen können.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), stellten die Ergebnisse der Studie gemeinsam vor.

35 Prozent der Mütter und 42 Prozent der Väter wünschen sich eine egalitärere Aufteilung von beruflichen und familiären Aufgaben. Das heißt für die Paare nicht, dass sie Erwerbs- und Familienarbeit zu jedem Zeitpunkt in gleichem Umfang erledigen, sondern die Aufgabenteilung flexibel verhandeln zu können. Eine solche partnerschaftliche Vereinbarkeit ist dann eher möglich, wenn Eltern in Betrieben arbeiten, die Familienfreundlichkeit mit Gleichstellungszielen verbinden und in denen Frauen wie Männer Voll- und Teilzeitmodelle ohne Karrierenachteile flexibel nutzen können.

Derzeit arbeiten rund 20 Prozent der Eltern kleiner Kinder in Deutschland in solchen Betrieben. Dieser Betriebstypus findet sich bei Beschäftigten aller Qualifikationsniveaus und in allen Wirtschaftszweigen wieder: Auch wenn es in den Branchen unterschiedliche Herausforderungen gibt, kommt es vor allem auf den betrieblichen Gestaltungswillen an. Familienfreundliche Rahmenbedingungen lohnen sich auch aus unternehmerischer Sicht. Denn sie gehen seltener mit Zeitkonflikten für die Eltern, höherer betrieblicher Verbundenheit und weniger Kündigungsabsichten einher. So erfahren in familienunfreundlichen Unternehmen rund 70 Prozent der Väter Zeitkonflikte zwischen Arbeit und Familie. Und: in solchen Betrieben planen über 80 Prozent, den Arbeitgeber zu wechseln.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte dazu: „Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich eine partnerschaftliche Vereinbarkeit – das ist der Zukunftstrend. Besonders Väter sind unzufrieden mit ihren überlangen Arbeitszeiten und wollen etwas verändern. Sie sind die Motoren des Wandels. Auf die Väter kommt es an, wenn es um mehr Partnerschaftlichkeit geht. Hierbei spielen die Betriebe eine zentrale Rolle, denn sie müssen Müttern und Vätern innovativere Angebote mit Blick auf die Arbeitszeiten machen. Die Wünsche der Eltern stellen keine Belastung für ihre Arbeitgeber dar, sondern eine Chance. Wer in eine familienfreundliche Unternehmens- und Führungskultur investiert, wird mit hoher Loyalität und Arbeitgeberattraktivität belohnt. Wir unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung mit unserem Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“.

Das WZB hat im Rahmen einer repräsentativen Paarbefragung erstmals systematisch die Rolle der Betriebe für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Aufgaben untersucht. Die Studie wurde vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Die Kurzfassung mit dem Titel „Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe“ können Sie unter www.bmfsfj.de/wzb-studie herunterladen, die ausführliche Studie als WZB Discussion Paper unter www.wzb.eu

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