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Blitzumfrage Pflege, Ausgabe 3

Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Unternehmen vielfach genutzt.

Bild zeigt Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Quelle: Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie"

Mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sind wesentliche Änderungen für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im Pflegezeitgesetz, im Familienpflegezeitgesetz sowie im SGB XI in Kraft getreten.

Das Gesetz soll Beschäftigte dabei unterstützen, Aufgaben im Beruf und in der häuslichen Pflege von nahen Angehörigen besser miteinander in Einklang zu bringen. Arbeitgeber können Betroffene noch umfassender unterstützen, indem sie auf die Möglichkeiten der Gesetze aufmerksam machen. Die neuen Regelungen bieten mehr Flexibilität bei Freistellungen für Beschäftigte sowie eine größere finanzielle Sicherheit.

Netzwerkmitglieder kennen und Nutzen die gesetzlichen Möglichkeiten

Voraussetzung für eine gute Beratung im Unternehmen ist, dass Arbeitgeber sowie Personalverantwortliche als Multiplikatoren um die Neuregelungen wissen. Die Umfrage unter den Netzwerkmitgliedern zeigt, dass rund 50 Prozent der befragten Unternehmen die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Weitere 40 Prozent kennen die Möglichkeiten, nutzen sie aber nicht, zumeist, weil (noch) kein Bedarf im Unternehmen besteht oder andere Lösungen angeboten werden. Etwa 10 Prozent haben angegeben, die gesetzlichen Möglichkeiten nicht zu kennen.

In rund 40 Prozent der Unternehmen werden Führungskräfte sowie direkte Vorgesetzte von Beschäftigten zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege (z. B. zu Rechtsansprüchen nach dem Familienpflegezeitgesetz und dem Pflegezeitgesetz) geschult. Dennoch: In der Hälfte der Unternehmen gibt es bisweilen keine Schulungen.

Mehr Informationen und offenerer Umgang nötig
Um diese Lücke schließen zu können, benötigen Unternehmen selber (noch) mehr Informationen und Anlaufstellen, die zu den verschiedenen mit der Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf zusammenhängenden Fragen beraten. Viele Arbeitgeber sagen, dass in Zukunft mehr Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung von Führungskräften für das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ nötig sein wird. Dazu wird auch ein konsequenter Ausbau sozialer Kompetenzen in Teams, wie z.B. Empathie und Verständnis sowie ein offenerer Umgang mit dem Thema gehören. Genannt wurde in diesem Zusammenhang auch ein Umdenken von der Präsenz- zur Ergebniskultur.

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema wünschen, dann besuchen Sie unsere Homepage sowie die Informationsseite des Bundesfamilienministeriums zum Thema. Informationen bietet auch das Servicetelefon Pflege des Bundesfamilienministeriums unter Tel.: 030 - 20 17 91 31.

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