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Eltern wünschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung von Beruf und Familie

Die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein neues und zentrales Anliegen von Eltern in Deutschland. Sie erwarten von Politik und Wirtschaft angemessene Rahmenbedingungen, um diese zu realisieren. Dies ist eines der Ergebnisse aus der Studie „Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf“, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit Prof. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach in Berlin vorgestellt hat.

Die Studie zeigt, dass Entscheidungen zur partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Familien von den Bedingungen der Arbeitswelt und den Betreuungsmöglichkeiten beeinflusst werden.. „Mütter und Väter wünschen sich beide Zeit für die Familie, aber auch für den Job. Diese berechtigten Wünsche zeigen, dass wir eine neue Familienarbeitszeit brauchen, damit Eltern nicht an den Rahmenbedingungen scheitern, die sie vorfinden. Sie brauchen gute und flexible Angebote der Arbeitszeitgestaltung, damit Frauen nicht in der ‚Teilzeitfalle‘ und Väter nicht in der ‚Vollzeitfalle‘ fest stecken. Eine neue Qualität der Vereinbarkeit ist ein Gewinn für die Familien selbst, aber auch für die Wirtschaft. Das zahlt sich aus für die finanzielle Absicherung der Familien und ebenso für die Sicherung von Fachkräften in Deutschland“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Wie sich Eltern die Aufgaben nach der Geburt des ersten Kindes aufteilen, entscheidet über die künftigen Berufsperspektiven. Vor der Geburt sind 71 Prozent der Paare in Vollzeit erwerbstätig, nach Geburt und Elternzeit nur noch 15 Prozent, mehr als die Hälfte wechselt in ein Modell mit Vollzeit des Vaters und Teilzeit der Mutter. Viele Frauen bleiben dann dauerhaft in der Teilzeit, Männer in der Vollzeit, obwohl dies vielfach nicht den eigenen Idealvorstellungen entspricht. Insbesondere Väter wünschen sich, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen: 52 Prozent würden gern die Hälfte der Kinderbetreuung übernehmen, aber nur 18 Prozent können das derzeit realisieren. Für die Studie wurden mehr als 3.000 Mütter und Väter repräsentativ befragt.

Mehr Informationen erhalten Sie hier 

Den Bericht zur Studie erhalten Sie unter: www.ifd-allensbach.de

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