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Erste Ergebnisse aus der Blitzumfrage Pflege

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird für Unternehmen wichtiger.

Bild zeigt Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Quelle: Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie"

7 von 10 Mitgliedern des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ sagen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in den nächsten drei bis fünf Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gewinnt an Bedeutung
Angebote zur Vereinbarkeit dieser beiden Aufgaben werden in der betrieblichen Praxis immer dringender. Vor diesem Hintergrund haben das Netzwerkbüro, der Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und das Bundesfamilienministerium die Mitglieder des Unternehmensnetzwerks befragt. Rund 750 Mitglieder, davon knapp die Hälfte KMU mit bis zu 250 Beschäftigten, sagten uns, welchen Stellenwert die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hat, welche Maßnahmen angeboten werden und wo noch Handlungsbedarf in den Unternehmen gesehen wird.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hat einen sehr hohen Stellenwert in Unternehmen
85 Prozent der Unternehmen beurteilen den Stellenwert der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege als sehr wichtig bzw. wichtig. Betriebliche Angebote, die Beschäftigte bei der Pflege unterstützen sollen, sind sehr vielfältig (siehe Abbildung). Die wichtigsten vier Maßnahmen sind: Flexible Arbeitszeiten, Reduzierung der Arbeitszeit, unbezahlte Freistellung und Homeoffice. Von 16,4% der Mitglieder wurde eine bezahlte Freistellung genannt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beratung von Beschäftigten und die Bereitstellung von Informationen zum Thema. Konkret heißt das:

  • Beschäftigte finden Informationen im Intranet, in unternehmenseigenen Publikationen und Flyern, in Pflegemappen oder -koffern.
  • Es gibt Themennachmittage für Beschäftigte und ihre Angehörigen, Seminare und thematisch vielfältige Informationsveranstaltungen – u.a. in Kooperation mit externen Dienstleistern wie z.B. Krankenkassen, kirchlichen Verbänden oder Pflegestützpunkten.

 


Eine wichtige Säule der betrieblichen Unterstützung bildet darüber hinaus die Sensibilisierung und Qualifizierung von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sowie pflegenden Betroffenen im Unternehmen. Personalverantwortliche, Betriebsräte oder Gleichstellungsbeauftragte werden in immer mehr Unternehmen zu Pflegelotsen, Pflegeguides oder Pflegescouts ausgebildet. Beschäftigte, die in einer Pflegesituation sind, erhalten zudem Hilfe von Mentoren oder Paten, d.h. von Personen, die selber Erfahrungen mit dem Thema der häuslichen Pflege von Angehörigen haben.

Weitere Hinweise und Tipps für die praktische Umsetzung betrieblicher Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege finden Sie auf der Homepage von "Erfolgsfaktor Familie" sowie auf der Informationsseite des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) Wege zur Pflege. Darüber hinaus bietet das Pflegetelefon des BMFSFJ Informationen zum Thema unter Tel.: 030 - 20 17 91 31.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe mehr darüber, wie sich Unternehmen informieren und mit wem sie kooperieren.

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