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Home-Office: So überwiegen die Vorteile

Wer häufig im Home-Office arbeitet, muss lernen, Grenzen zu setzen, damit die Vorteile überwiegen. Das zeigen aktuelle Studienergebnisse der AOK.

Beschäftigte im Home-Office fühlen sich öfter erschöpft, sind aber trotzdem zufriedener. Das zeigt eine aktuelle Studie der AOK. Quelle: Shutterstock/mavo

Auf den ersten Blick klingt es unlogisch: Beschäftigte im Home-Office fühlen sich öfter erschöpft, sind aber trotzdem zufriedener. Das berichten 73,4 Prozent von ihnen in einer aktuellen Studie. Bei Mitarbeitenden, die ausschließlich im Büro arbeiten, waren es nur 66 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass in den eigenen vier Wänden die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben leichter verschwimmen. Nach Feierabend nicht abschalten zu können, davon berichten Mitarbeitende im Home-Office öfter (38,3 Prozent) als ihre Kolleginnen und Kollegen im Büro (24,9 Prozent).

Vorteile überwiegen trotz psychischer Belastungen
Doch insgesamt überwiegen die Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende. So sagen fast drei Viertel, dass sie ihre Arbeit zuhause konzentrierter erledigen könnten als im Büro. Und mehr als zwei Drittel schätzen es, dass Home-Office ihnen die Freiheit gebe, Arbeit selbstbestimmter zu erledigen. Trotz der höheren psychischen Belastung haben Beschäftigte im Home-Office geringere Fehlzeiten
(7,7 Tage) als solche, die nur am Unternehmenssitz tätig sind (11,9 Tage).

 

Erwartungen klären und Grenzen setzen
Damit Home-Office für beide Seiten zum Erfolg wird, hilft es, wenn Unternehmen und Beschäftigte ihre Erwartungen klären und gemeinsam Vereinbarungen treffen. Zum Beispiel dazu, an welchen Tagen Home-Office grundsätzlich möglich ist und wann Beschäftigte erreichbar sind. Um die psychischen Belastungen zu reduzieren, sollten Mitarbeitende auch darauf achten, Arbeitszeit klar von Pausen und Freizeit abzugrenzen. Denn nur, wer die eigenen Akkus regelmäßig wieder auflädt, kann auf lange Sicht gesund und engagiert arbeiten.

Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden flexibles Arbeiten ermöglichen, können damit die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern. Mehr Tipps zum Thema bietet das Unternehmensprogramm in der Toolbox „Digitale Vereinbarkeit – Home-Office und mobiles Arbeiten“ und im Praxisleitfaden „Nur das Ergebnis zählt! Leitfaden für mobiles Arbeiten im Betrieb“. Die Studie ist im aktuellen Fehlzeitenreport der AOK erschienen. Rund 2.000 Beschäftigte wurden dafür 2019 befragt.

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