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„Papa ante portas – wenn Väter vereinbaren“

Bundesfamilienministerium und DIHK stellen Väter in den Fokus der 11. Multiplikationsveranstaltung.

 

Quelle: Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie"

Väter und Vereinbarkeit ist eines der entscheidenden Themen für die Fachkräftesicherung der Zukunft – so das Fazit der 11. Multiplikationsveranstaltung von „Erfolgsfaktor Familie“, die am 7. Dezember 2016 in Berlin stattfand.

Unter dem Titel „Papa ante portas – wenn Väter vereinbaren“ diskutierten rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Vereinbarkeitslösungen für Väter aussehen. Vollzeitnahe Teilzeit gehört definitiv dazu. Wie das kürzlich erschienene „Erfolgsfaktor Familie“ Väterbarometer feststellt, liegt vollzeitnahe Teilzeit bei Vätern im Trend. Der Anteil der jungen Väter (18-29 Jahre), die bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit reduzieren wollen, hat sich im Vergleich zu 2015 verdoppelt.

Familienpolitische Instrumente zielen auf Partnerschaftlichkeit ab
Die Politik setzt sich für entsprechende Rahmenbedingungen ein: „Immer mehr Väter wünschen sich ein Arbeitsleben, das mit dem Familienleben vereinbar ist. Mit dem Elterngeld und dem ElterngeldPlus haben wir bereits wirksame Instrumente eingeführt, die eine partnerschaftliche Vereinbarkeit besser ermöglichen. Mit der geplanten Familienarbeitszeit und der damit verbundenen vollzeitnahen Teilzeitbeschäftigung beider Partner wollen wir Mütter im Erwerbsleben stärken und Väter ermutigen, mehr familiäre Verantwortung zu übernehmen“, sagte der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek.

Familienfreundlichkeit ist ein Balanceakt
„Familienfreundlichkeit ist ein Balanceakt zwischen individuellen Lösungen und wirtschaftlicher Stabilität. Damit diese Balance gelingt, brauchen Unternehmen jedoch genug Handlungsspielraum und Flexibilität. Das gilt mit Blick auf das Thema Väter ganz besonders“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Dr. Achim Dercks.

Unternehmensnetzwerk setzt auf Väter als eigene Zielgruppe
„Vereinbarkeitsangebote müssen für Väter anders kommuniziert werden. Vor allem müssen Unternehmen sie als eigene Zielgruppe ansprechen. D. h. Unternehmen sind gut beraten, ihre Instrumente der internen Kommunikation auch mit Blick auf Männer zu konzipieren, Angebote zur vollzeitnahen Teilzeit anzubieten und auch Führungskräfte mit einzubeziehen. Dies ist essenziell: Der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit hat das dieses Jahr gezeigt. Wo männliche Führungskräfte selbst Elternzeit in Anspruch nehmen, ist der Anteil der männlichen Beschäftigten in Elternzeit mit 16 Prozent fünfmal so hoch als in Unternehmen ohne Führungskräftevorbilder. Eine Zahl, die für sich spricht“, berichtete Kirsten Frohnert, Projektleiterin des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“.

Multiplikationsveranstaltung als Abschluss des Jahresthemas Väter
Die Multiplikationsveranstaltung des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“ findet alljährlich statt und fasst zum Abschluss die Ergebnisse des jeweiligen Jahresthemas zusammen. 2016 lautete das Jahresthema „Väter und Vereinbarkeit“.

Die Dokumentation der Veranstaltung können Sie hier einsehen.

Einen Überblick über Aktivitäten, Interviews und Informationen zum Thema Väter finden Sie auf den Seiten des Netzwerkbüros.

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