Universitätsklinikum Würzburg

Bindung von Mitarbeitenden durch umfassende Kinderbetreuung

Universitätsklinikum Würzburg

Universitätsklinikum Würzburg

Daten und Fakten:

 

 

  • Träger: Diakonisches Werk – Innere Mission – des Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Würzburg e.V.
  • Start der Betreuung: 01.06.2021
  • Betreuungsangebot: Kindertagesbetreuung
  • Öffnungszeiten: 5.30 -18 Uhr
  • Betreuungsplätze: 25 Betreuungsplätze

 

Vorteile für Beschäftigte und Arbeitgeber

Die Arbeitszeiten in einem Krankenhaus sind anspruchsvoll – Pflegepersonal muss im Frühdienst arbeiten, Ärztinnen und Ärzte haben auch am Abend Sprechstunden und Termine. Das Universitätsklinikum Würzburg achtet deshalb bei seinen mittlerweile zwei Kindertagesstätten darauf, dass trotz herausfordernder Beschäftigungszeiten die Kinderbetreuung für die Mitarbeitenden sichergestellt ist. Von 5.30 bis 18 Uhr wird sich in den betriebseigenen Einrichtungen um die Kinder gekümmert. „Die Kindertagesstätte ist ein wichtiges Instrument, um Mitarbeitende zu binden oder davon zu überzeugen, im Klinikum eine Tätigkeit aufzunehmen. Von den Pflegekräften wird unser Angebot geschätzt, aber auch von den anderen Berufsgruppen“, sagt Dr. Jens-Holger Krannich, Referatsleiter HR-Entwicklung am Universitätsklinikum Würzburg.
Weil das Angebot der betrieblichen Kinderbetreuung beim Klinikpersonal so begehrt ist, wurden zum 1. Juni 2021 mit Hilfe des Förderprogramms „Betriebliche Kinderbetreuung“ 25 neue Betreuungsplätze geschaffen. Krannich erzählt: „Oberste Priorität hat bei uns eine qualitativ hochwertige, kontinuierliche und sichere Kinderbetreuung. Wir möchten gewährleisten, dass unsere Mitarbeitenden mit ruhigem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können. Gerade in Zeiten der Pandemie hat sich das als sehr vorteilhaft herausgestellt – unser Kindergarten hatte die ganze Zeit geöffnet.

2 Tipps vom Universitätsklinikum Würzburg

  1. Bedarf abfragen: Haben Mitarbeitende überhaupt den Wunsch, ihre Kinder direkt in der Stadt des Unternehmens betreuen zu lassen? Denn: Wenn diese in den umliegenden Ortschaften leben und ihre sozialen Kontakte dort pflegen, wollen sie ihre Kinder vielleicht lieber im gewohnten sozialen Umfeld betreut wissen. Das sollte im Vorfeld berücksichtigt werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Kitaplätze nicht alle besetzt werden können.
  2. Wahl eines starken Partners: Ein Träger unterstützt und nimmt viel von der Organisation ab. Er kennt sich mit Antragsstellungen aus und hat die Kontakte. Ebenso kann er sich um die Einrichtung der Kindertagesstätte kümmern. Das Kinderschutzkonzept fängt schon beim Bau an. Dafür braucht man Spezialisten, die wissen, worauf zu achten ist.

 

Gründungsstory

Die betriebliche Kinderbetreuung ist bereits seit einiger Zeit ein wichtiger Punkt für das Universitätsklinikum, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Mitarbeitenden zu erleichtern. Bereits seit 2011 besteht die Zusammenarbeit mit dem Träger Diakonisches Werk Würzburg. Eltern können ihre Bedarfe anmelden und es wird eine Warteliste geführt. Insgesamt gibt es einen errechneten Bedarf für 227 Plätze in Kinderkrippe und Kindergarten.
Ein bereits bestehender Kindergarten in etwa 300 Metern Entfernung zum Universitätsklinikum ist so gut nachgefragt, dass es Pläne für einen neuen Kindergarten gibt. In einer ehemaligen Grundschule wurden vom Träger Räume für eine weitere Kitaeinrichtung umgebaut, die die neuen Plätze beherbergen.
Für die neuen Betreuungsplätze wurde das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ in Anspruch genommen. „Wir sind Mitglied im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ und da wurde das Förderprogramm vorgestellt. Wir haben gleich geprüft, ob auch wir am Förderprogramm teilnehmen können“, erzählt Michelle Hawks, Ansprechpartnerin für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie am Universitätsklinikum Würzburg.

 

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