Steckbrief

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH und Co. KG, Stephanie Welter, Jobsharing in Teilzeit

Stephanie Welter

Position: Assistentin des regionalen Vertriebsleiters
Unternehmen: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH und Co. KG
Ort: 55216 Ingelheim
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Branche: Pharma
Mitarbeiter: 41.500

„Wenn etwas Wichtiges anfällt, können meine Kollegin und ich Arbeitstage tauschen“

Warum nutzen Sie familienbewusste Arbeitszeiten und wie profitieren Sie davon?

Im März 2007 bin ich aus der Elternzeit zurückgekehrt und nutze seitdem ein Jobsharing-Modell. Durch das Arbeitszeitenmodell kann ich ohne Zeitdruck die Kinder aus der Schule oder aus dem Kindergarten abholen. Außerdem habe ich an zwei freien Vormittagen Zeit für mich. Und wenn etwas Wichtiges anfällt, können meine Kollegin und ich Arbeitstage tauschen. Da mir die Betreuung der Kinder sehr wichtig ist, würde ich gern die nächsten sieben bis zehn Jahre familienbewusste Arbeitszeiten nutzen.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche mit familienbewussten Arbeitszeiten aus?

An einer typischen Arbeitswoche arbeite ich montags ganztags. Die Kinder holt montags meine Schwiegermutter vom Hort und vom Kindergarten ab. Dienstags bringt mein Mann unseren Sohn in den Kindergarten, damit ich früher anfangen kann. Um elf Uhr kommt meine Kollegin zum Jour fixe mit unserem Chef. Danach gehen wir gemeinsam essen und machen die Übergabe. Um 14 Uhr hole ich meine Tochter von der Schule und meinen Sohn vom Kindergarten ab. Ich arbeite dienstags länger als 3,75 Stunden, da der Hort freitags um 15.45 Uhr schließt und ich früher gehen muss – somit arbeite ich die Stunden für Freitag bereits dienstags vor. Am Mittwoch und Donnerstag habe ich frei. Dadurch habe ich Zeit für mich.

Welche Vorteile schöpft Ihr Arbeitgeber daraus?

Durch die familienfreundlichen Angebote bin ich zufriedener, motivierter und ausgeglichener. Ohne die Gleitzeit gäbe es Zeitdruck und Hetze. Das würde sich auch auf die Kinder auswirken. Ich selbst wäre wesentlich unflexibler und weniger ausgeglichen. Das wäre natürlich auch ein Nachteil für meinen Arbeitgeber. Durch die Flexibilität, die mir mein Arbeitgeber bietet, mache ich, wenn es darauf ankommt, gern mal länger und komme auch an arbeitsfreien Tagen, wenn ein Termin für eine Schulung oder eine Besprechung ansteht. Somit besteht Flexibilität auf beiden Seiten.

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