dodenhof, Einzelhandel, Posthausen

Erfolgreiche Kooperation von Unternehmen und Kommune: Dank einer eigenen Krippengruppe steigen Beschäftigte beim Handelsunternehmen dodenhof früher wieder in den Beruf ein

Das Handelsunternehmen dodenhof fand mit der Gemeinde Ottersberg einen kompetenten Partner, um eine eigene Krippengruppe zu gründen. Acht Kinder unter drei Jahren von Beschäftigten werden seit August 2013 in der Kindertagesstätte Posthausen betreut. Die Beschäftigten profitieren von kurzen Wegen zur Kita und flexiblen Betreuungszeiten. Die Plätze in der neuen Kitagruppe sind mithilfe des Förderprogramms Betriebliche Kinderbetreuung des Bundesfamilienministeriums entstanden.

Daten und Fakten:

  • Eröffnungsdatum: 1. August 2013
  • Betreuungsangebot: Betriebseigene Krippengruppe in Kooperation mit der örtlichen Gemeinde
  • Träger: Gemeinde Ottersberg
  • Betreuungsplätze: Bis zu zehn Plätze für Kinder zwischen dem ersten und vollendeten dritten Lebensjahr, drei Erzieherinnen und Erzieher
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7.30 bis 19 Uhr, bei Bedarf auch samstags

Gründungsstory:

Die Idee für eine eigene betriebliche Kinderbetreuung hatte die Firma dodenhof schon längere Zeit. Mit dem Angebot wollte das Unternehmen seine Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Die Gelegenheit für den Start eines eigenen Betreuungsangebots ergab sich, als die Gemeinde Ottersberg Räumlichkeiten für einen Krippenbereich für unter Dreijährige zur Verfügung stellen konnte. „Für uns als Unternehmen zählt das Organisieren von Krippenplätzen nicht zu den Kernkompetenzen“, sagt Michael Immler, Geschäftsleiter Personalwesen bei dodenhof. „Die Gemeinde als kompetenten Partner an der Seite zu haben, ist deswegen für uns sehr hilfreich.“

Vorteile für Beschäftigte und Arbeitgeber:

„Die Betriebskrippe kommt bei den Beschäftigten gut an“, erzählt Immler. „Bereits nach einem Jahr stellen wir fest: Beschäftigte, die das Angebot in Anspruch nehmen, kommen früher wieder in den Beruf zurück.“ Die Mütter und Väter schätzen zum einen die großzügig angelegten Öffnungszeiten der Kita und damit die Möglichkeit die Krippenzeiten für ihre Kinder und ihre Arbeitszeit im Unternehmen aufeinander abzustimmen. Zum anderen finden die Eltern den Betreuungsschlüssel von drei Erzieherinnen und Erziehern für zehn Kinder sehr gut. „Dadurch ist eine sehr individuelle Betreuung gewährleistet“, sagt Immler.

Erfahrungen und Tipps:

Bei der Vorbereitung hat Michael Immler die Erfahrung gemacht, dass man ein wenig Geduld und Gelassenheit braucht. „Es gibt nicht unbedingt von Anfang an einen Run auf alle Plätze“, erzählt er. Die Eltern müssten zunächst Vertrauen gewinnen, dass es sich um ein professionelles und qualitativ überzeugendes Angebot handelt. Im Laufe des ersten Jahres konnte dieses Vertrauen jedoch durch stetige Information über die Krippengruppe des Unternehmens und Empfehlungen von Eltern, die das Angebot nutzen, gewonnen werden. „Auch das Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung war für uns eine große Unterstützung“, so Immler. „Es hat uns im ersten Jahr geholfen, die Kosten für das Personal zu senken.“

Besonderheiten des Betreuungsangebots:

Die verlängerten und flexiblen Öffnungszeiten der Krippe sind für eine ländliche Region wie Ottersberg ungewöhnlich. Denn oftmals schließen hier Kindertagesstätten bereits um die Mittagszeit. Zudem ist die Kita nur 100 Meter vom Unternehmen entfernt. „Falls es mal Probleme gibt oder das Kind erkrankt, können die Eltern sofort reagieren und müssen nicht erst 30 Kilometer bis zur nächsten Betreuungseinrichtung fahren“, sagt Immler.

Teile: