DRK-Kreisverband Rudolstadt e.V.

DRK-Kreisverband Rudolstadt e.V.

Bundesland: Thüringen
Branche: Gesundheitswesen

DRK-Kreisverband Rudolstadt e.V.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken: mit einer betriebseigenen Kleinkindgruppe bei den Beschäftigten punkten

Daten und Fakten:

  • Eröffnungsdatum: 1. März 2016 (Neueröffnung Kleinkindgruppe)
  • Betreuungsangebot: Kleinkindgruppe für Kinder unter drei Jahren
  • Träger: DRK-Kreisverband Rudolstadt e.V.
  • Betreuungsplätze: aktuell 22 Plätze, bis zu 30 Plätze möglich
  • Öffnungszeiten: Montag bis  Freitag 6.00 bis 17.00 Uhr (keine Schließzeiten, außer zwischen Weihnachten und Neujahr)

Gründungsstory:

2011 übernahm der DRK-Kreisverband Rudolstadt e.V. die bisher kommunale Kindertagesstätte „Louella" als Träger. Durch den Ausbau und die Erweiterung von Geschäftsfeldern wurden viele neue und junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Dem Geschäftsführer Matthias Schmidt, kam schnell der Gedanke, dass man sich als Arbeitgeber etwas einfallen muss, um den Beschäftigten zukünftig Betreuungsplätze ihrer Kinder zur Verfügung stellen zu können. Denn als Träger von sechs Kindertagesstätten im Landkreis, weiß das Unternehmen, dass die Plätze selten reichen. Besonders bei der Betreuung der ganz Kleinen gibt es oftmals einen Engpass. Im August 2013 erklärte sich deshalb der DRK-Kreisverband Rudolstadt e. V. bereit, in den sanierungsbedürftigen leer stehenden Altbau neben der Kita zu investieren und eine betriebliche Kinderbetreuung für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. Mit Hilfe des Förderprogramms „Betriebliche Kinderbetreuung“ konnte so die neue Kleinkindgruppe den Betrieb aufnehmen.

Vorteile für Beschäftigte und Arbeitgeber:

„Ab Juli 2016 besucht auch unser kleiner Sohn den DRK- Kindergarten und ich kann beruhigt wieder auf Arbeit gehen. Toll ist, dass der Kindergartenplatz uns schon rechtzeitig von meinem Arbeitgeber zugesichert wurde und unser jüngster Sohn gemeinsam mit seinem Bruder in einen Kindergarten gehen kann. Da mir als Mutter mein Arbeitgeber sowohl meine Wiedereinstellung nach der Elternzeit garantierte als auch den für uns als Familie wichtigen Kindergartenplatz  zur Verfügung stellt, konnte ich die Elternzeit entspannt  und sorglos genießen und für meine Familie da sein. Jetzt freue ich mich darauf, ohne Bedenken ab Juli wieder meinem Beruf nachgehen zu können“, so K. Künzel, Angestellte beim DRK-Kreisverband Rudolstadt.

Doch auch dem Unternehmen sind durch diese Investition viele Vorteile entstanden: „Mitarbeiterbindung und -motivation sind für uns als Arbeitgeber ganz wichtig. Gerade im Bereich Pflege und Erziehung ist nichts unbefriedigender als ständiger Personalwechsel, und jeder möchte seine Fachkräfte halten. Seit wir in die betriebliche Kinderbetreuung investiert haben, ist die Gesamtmotivation der Beschäftigten im Betrieb spürbar gestiegen“, erklärt Ute Kind, Abteilungsleiterin des Bereichs Sozialarbeit beim DRK-Kreisverband Rudolstadt.

Erfahrungen und Tipps:

Als Träger von Kindertagesstätten kann der DRK-Kreisverband auf Erfahrungen zurückgreifen, die andere Unternehmen eventuell nicht besitzen. Trotzdem rät das Unternehmen dazu, Mut zu haben, um eine betriebliche Kinderbetreuung auf den Weg zu bringen. In Hinblick auf die Finanzierung ist das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ eine gute Möglichkeit. Das Unternehmen wurde schon von anderen Firmen in der Region angesprochen und nach seinen Erfahrungen befragt. Ganz wichtig ist es, dass der Wunsch, in eine betriebliche Kinderbetreuung zu investieren, bei der Geschäftsführung beginnt oder platziert wird. Dort sollte das Umdenken beginnen.

Besonderheiten des Betreuungsangebots:

Die Öffnungszeiten der betriebseigenen Kleinkindgruppe sind an die Regelarbeitszeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angepasst. In Ausnahmefällen kann die Betreuung auch etwas flexibler gehandhabt werden, zum Beispiel wenn es der Schichtdienst erfordert. Die Betreuung ist das ganze Jahr über sichergestellt, nur nach Himmelfahrt und zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtung geschlossen. Da neben dem Kita-Gebäude vom DRK eine Tagespflege für Seniorinnen und Senioren betrieben wird, ist auch ein generationsübergreifendes Arbeiten möglich. Die Kinder und die älteren Menschen treffen sich zum Beispiel regelmäßig auf der gemeinsamen Terrasse. Eine eigene Küche rundet das Angebot ab.

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