Steckbrief

Holger Hönig

Position: Industriemechaniker
Unternehmen: Rasselstein GmbH
Ort: 56625 Andernach
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Branche: Metallverarbeitende Industrie
Mitarbeiter: 2.350

„Durch meine Teilzeittätigkeit während der Elternzeit musste das Unternehmen keine Vertretung komplett neu einarbeiten“

In welchem Arbeitszeitmodell arbeiten Sie und wodurch zeichnet es sich aus?

Zurzeit arbeite ich in Tagschicht. Nach der Geburt meines ersten sowie meines zweiten Kindes habe ich Elternzeit in Teilzeit auf Basis einer Vertrauensarbeitszeit in Anspruch genommen. In der ersten Elternzeit habe ich dabei drei Monate lang dienstags und freitags jeweils von 6.00 bis 13.30 Uhr gearbeitet und war drei Werktage zu Hause. Während der zweiten Elternzeit habe ich dieses Modell über ein halbes Jahr hinweg ausgeübt. Das Modell zeichnete sich dadurch aus, dass ich mich sowohl um meine beiden Söhne kümmern konnte, als auch meinen Job als Industriemechaniker ausüben konnte. Inzwischen bin ich wieder in Vollzeit tätig.

Warum nutzen Sie familienbewusste Arbeitszeiten und wie profitieren Sie davon?

Diese familienbewussten Arbeitszeiten habe ich während der Elternzeit genutzt, weil dadurch eine flexible Betreuung meiner Kinder möglich war. Meine Frau ist ebenfalls berufstätig und übt einen qualifizierten Beruf aus, in dem sie auch weiterhin tätig sein wollte. Deshalb haben wir uns die Elternzeit geteilt. Trotz Elternzeit bin ich aufgrund dieses Modells nicht komplett aus dem Job raus gewesen. Ohne die familienbewusste Personalpolitik meiner Firma hätte ich nach der Geburt meines ersten Kindes aus finanziellen Gründen weiter in Vollzeit tätig sein müssen, hätte also keine Elternzeit in Anspruch nehmen können. Wir hätten uns nach Alternativen, zum Beispiel nach einer Tagesmutter umschauen müssen. Nach der Geburt des zweiten Kindes wäre ich ohne familienbewusste Arbeitszeit ganz zu Hause geblieben, da damals gerade auch das Elterngeld eingeführt wurde. Durch das Angebot zur Teilzeittätigkeit musste ich aber nicht vollständig auf die Ausübung meines Berufs verzichten.

Welche Vorteile schöpft Ihr Arbeitgeber daraus?

Dadurch, dass ich zwei Tage die Woche anwesend war, konnte ich immer noch Arbeiten, in die ich eingearbeitet bin, erledigen. Ich kümmerte mich in der Zeit weiterhin um das Tagesgeschäft. Nach der Geburt meines zweiten Kindes hätte ich durch das Elterngeld auch ganz zu Hause bleiben können. Durch meine Teilzeittätigkeit musste das Unternehmen mich für diesen Zeitraum nicht ersetzen sowie eine Vertretung komplett neu einarbeiten. Das sparte Zeit und Geld.

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