SAP SE, „Haus der kleinen Hände“

SAP

Ort: Walldorf
Bundesland: Baden-Württemberg
Branche: Software
Mitarbeiter: 74.400
Website

SAP SE, „Haus der kleinen Hände“

Da die SAP bereits gute Erfahrungen mit dem Betrieb einer ersten betriebsnahen Kinderbetreuungseinrichtung gemacht hatte, wurde 2013 im baden-württembergischen Walldorf die zweite Einrichtung, das „Haus der kleinen Hände“, eröffnet. Damit bietet das Software-Unternehmen den Beschäftigten an beiden Hauptstandorten eine betriebsnahe Kinderbetreuung. Die Anschubfinanzierung aus dem Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ war für die Einrichtung der neuen Betreuungsplätze eine wichtige Unterstützung.

Daten und Fakten:

  • Eröffnungsdatum: 1. März 2013
  • Betreuungsangebot: Betriebseigene Ganztags-Krippenplätze in Kooperation mit der örtlichen Gemeinde (SAP fördert nur Krippenplätze für Kinder unter 3 Jahren
  • Träger: family&kids@work gemeinnützige Unternehmensgesellschaft (UG)
  • Betreuungsplätze: Insgesamt 105 Plätze für Kinder bis zu sechs Jahren (davon 50 Plätze für Kinder unter 3 Jahren und 55 Plätze für Kinder über 3 Jahren), 35 Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7.30 bis 18.00 Uhr

Gründungsstory:

Die SAP reagierte mit der Gründung des „Haus der kleinen Hände“ auf die große Nachfrage nach betrieblicher Kinderbetreuung. Mit dem Angebot möchte das Unternehmen seinen Beschäftigten die Möglichkeit bieten, früh wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. „Das geht natürlich am besten über eine betriebsnahe Betreuung“, sagt Christine Rosendahl, Head of Family&Career bei SAP. Das Unternehmen konnte bereits auf gute Erfahrungen zurückgreifen, die es mit der Gründung der ersten betriebsnahen Einrichtung 2011 gemacht hatte. SAP stellte dem Träger ein Grundstück zur Verfügung, die unternehmensnahe Dietmar Hopp Stiftung übernahm die Baukosten.

Vorteile für Beschäftigte und Arbeitgeber:

„Das Angebot einer betrieblichen Kinderbetreuung bedeutet für SAP einen Imagegewinn“, sagt Christine Rosendahl. „Wenn sich die Familiensituation ändert, haben die Beschäftigten ein sehr gutes Angebot in der Nähe und die Möglichkeit, nach einer Erziehungspause schnell wieder einzusteigen.“ Im Schnitt kehren Beschäftigte nach der Elternzeit innerhalb von 12 bis 14 Monaten ins Unternehmen zurück. Für die Beschäftigten ist das Angebot ein großer Gewinn, erzählt Rosendahl: „Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen zeigen immer wieder, wie bedeutend eine verlässliche Kinderbetreuung für sie ist.“ Das Interesse der Beschäftigten an dem Angebot ist deshalb groß: Die Wartelisten sind lang und die Einrichtung wird Ende 2014 voll belegt sein. Damit sind auch alle Krippen-Belegplätze von SAP belegt.

Erfahrungen und Tipps:

Für die SAP ist der selbstständige Träger von Vorteil, da das Unternehmen sich nur um die Vergabe der SAP-Belegplätze selbst kümmern muss. Um alle anderen Arbeitsbereiche kümmert sich der Träger. Die Vergabe der SAP-Belegplätze ist durch eine Konzernbetriebsvereinbarung geregelt,  „Das ist ein faires Verfahren, und die Eltern haben schnell einen Überblick über ihre Chancen“, erzählt Rosendahl.
Da das Unternehmen zwischen drei Bundesländern liegt, die alle unterschiedliche Finanzierungskonzepte in Hinblick auf die Kinderbetreuung haben, ist es finanziell nicht leicht eine neue Krippe aufzubauen. „Das Förderprogramm ,Betriebliche Kinderbetreuung‘ ist in der Anfangsphase eine sichere Anschubfinanzierung gewesen, auf die man aufbauen konnte“, sagt Rosendahl.

Besonderheiten des Betreuungsangebots:

„Für Eltern sind die langen Öffnungszeiten am wichtigsten“, weiß Christine Rosendahl aus Erfahrung. „Bei kürzeren Öffnungszeiten werden Eltern sagen, dass sich das Angebot für sie einfach nicht lohnt.“ Zusätzlich zur modernen und hochwertigen Ausstattung und einer eigenen Turnhalle gibt es in dem „Haus der kleinen Hände“ ein Wasserlabor, in dem die Kinder planschen und experimentieren können.

Teile: