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Mobiles Arbeiten und Vereinbarkeit – wo sehen Sie die Herausforderungen?

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Kommentare (7)

  1. Guido Bosbach
    Guido Bosbach am 26.02.2015
    Aus meiner Sicht gibt es zwei unabhängige Herausforderungsbereiche: Erstens die technischen Herausforderungen, d.h. z.B. sicher stabile und schnelle Anbindung an die Kommunikation im Team der Organisation. Ebenso ein technisches Thema BYOD (bring your own device) und die grundsätzliche Ausstattung eines ortsunabhängigen Arbeitsplatzes. Die Liste ist deutlich länger, aber vergleichsweise einfach zu erfassen und abzuarbeiten. Die zweite und in meinen Augen wesentlich komplexere Herausforderung sind die im Bereich Kultur & Führung. Sowohl bei den mobil Arbeitenden als auch den im Office verbleibenden sind zumeist tiefgehende Glaubenssätze und Haltungs- bzw. Verhaltensmuster etabliert, die es seitens der Teampartner/-kollegen und der Führung zu bearbeiten gilt. Themenbereiche sind hier etwa: Selbstverantwortung, Sichtbarkeit, Neid, gesunde Führung und Frei- und Interaktionsräume. In beiden Bereichen muss aktiv, transparent und gemeinsam gearbeitet werden.
  2. Gundel Berger
    Gundel Berger am 27.02.2015
    Es ist wichtig gute technische Voraussetzungen zu schaffen. Hierzu würde ich mir einen Austausch an dieser Stelle hier wünschen, um von der Erfahrungen der anderen Netzwerkpartner noch profitieren zu können.
  3. Mareen Koch Koch Sanitätshaus GmbH
    Mareen Koch Koch Sanitätshaus GmbH am 01.03.2015
    Ein für die Mitarbeiter befriedigendes mobiles Arbeiten erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Eigenmotivation, Selbstbewusstsein und Resillienz von den Inanspruchnehmenden. Dies ist den wenigsten bewusst. Wenn hier nicht offen und ehrlich reflektiert und kommuniziert wird (zwischen AG und AN, aber auch zwischen den Partnern), steckt ggfs. relativ schnell mal wieder die betreuende Person in einer unbefriedigenden Zwickmühle. Und nun noch mit dem Druck ... Jetzt hast du/haben sie doch alles was du/sie wollen - und sind immer noch nicht zufrieden. Mobiles Arbeiten erfordert ein hohes Maß an Vertrauen da betriebsinterne Daten das Haus verlassen. Auch diesbezüglich ist eine offene Kommunikation und Reflektion zwischen AG und AN notwendig. Traut sich immer jeder, alles anzusprechen was im Bauch gährt, können alle Bedenken angesprochen werden.
  4. T. Eisenreich
    T. Eisenreich am 02.03.2015
    Mit dem Mindestlohngesetz ist der Arbeitgeber in der Verpflichtung, Arbeitszeiten detailliert zu erfassen. Wie das bei Familien funktionieren soll, bei denen es auch immer wieder Unterbrechnungen des Arbeitsprozesses gibt, ist mir ein Rätsel. Kommt das Kind nach der Schule nach Hause muss erst einmal für 5 Minuten eine Pause in die elektronische Zeiterfassung eingetragen werden. Diese Liste mit ergänzenden bürokratischen Anforderungen ist lang. Hier muss dringend entschlackt werden. Dann kommt das mobile Arbeiten von selber in Gang.
  5. Corinna Nienstedt
    Corinna Nienstedt am 13.03.2015
    Eine Herausforderung sehe ich darin dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mobil arbeiten, nicht den Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen im Büro verlieren dürfen. Wo es möglich ist, sollte also das mobile Arbeiten kombiniert werden mit Arbeiten im Büro. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mobil arbeiten, bei der Karriereentwicklung außer Acht gelassen werden - einfach weil sie nicht so stark präsent sind. Hier sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber gefragt. Es besteht auch die Gefahr, dass die mobile Arbeit zur ständigen Erreichbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer führt. Sie brauchen also ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, um gut mit der Flexibilität umzugehen.
  6. Jana Thormann
    Jana Thormann am 16.03.2015
    Mobiles Arbeiten verlangt dem AG ein großes Vertrauen ab. Vertrauen darin dass der AN die mobile Arbeitszeit nicht zweckentfremdet. Gleichzeitig kann das Vertrauen für eine enge Bindung zwischen AN und AG beitragen. Als weitere Herausforderung ist die bereits genannte technische Ausstattung anzusehen. Ein Arbeitsplatz zu Hause lässt sich schnell einrichten, wo hingegen die Internetverbindung und die Stromversorgung unterwegs nicht immer sichergestellt sind. Hinzu kommt dass man oft nicht alle wichtigen Unterlagen wie Ordner oder Post zu Hause hat auch hierfür muss eine Lösung gefunden werden. Wer viel mobil arbeitet, dem fällt eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben oft schwer. Selbstdisziplin ist hier das A und O, beispielsweise durch das Einhalten der Mittagspausen oder das Ausschalten des Firmenhandys nach Feierabend kann eine Vermischung von Arbeit und Privatleben vermieden werden.
  7. Christine Triem-Fischer
    Christine Triem-Fischer am 26.03.2015
    Eine große Herausforderung sehe ich in der Einbindung der Kollegen und Kolleginnen in den laufenden Betrieb. Hier bedarf es festgelegter Mindestpräsenzen im Büro und die verbindliche Teilnahme an Besprechungen und sonst. Veranstaltungen. In den Abstimmungsprozess müssen auch die Kollegen, die im Büro arbeiten, mit eingebunden werden, da diese oftmals den Publikumsverkehr und den Telefondienst mit übernehmen müssen. Ohne Akzeptanz der Kollegen ist Mobiles Arbeiten auf Dauer nicht möglich.
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