Familienfreundlichkeit – alles im grünen Bereich?

Der Kulturcheck zur Familienfreundlichkeit kommt an: Bereits fast 1.000 Unternehmen haben ihre Familienfreundlichkeit mit dem neuen Online-Tool von „Erfolgsfaktor Familie“ unter die Lupe genommen. Dabei hat sich gezeigt: In mehr als der Hälfte der Betriebe wird die Bedeutung von Familienfreundlichkeit für das Unternehmen regelmäßig thematisiert.

Mit dem Kulturcheck können Unternehmen mit wenigen Klicks die Probe aufs Exempel machen: Welchen Stellenwert nimmt die Vereinbarkeit in ihrer Unternehmenskultur ein, und in welchen Bereichen lässt sich eine familienfreundliche Unternehmenskultur noch ausbauen? Gibt es zum Beispiel ein familienpolitisches Leitbild im Unternehmen? Wird Vereinbarkeit durch eine entsprechende Führungskultur unterstützt? Welche Möglichkeiten haben Beschäftigte, sich zu Fragen rund um das Thema zu informieren? Am Ende des Fragebogens erhält jedes Unternehmen – neben einer Gesamtbewertung der Unternehmenskultur und Auswertungen für die einzelnen Dimensionen – konkrete Hinweise und Informationen, die zeigen, wie die Unternehmenskultur noch familienfreundlicher gestaltet werden kann.

Fast 1.000 Unternehmen haben mittlerweile den Kulturcheck absolviert. Eine erste Auswertung zeigt: In vielen Betrieben gibt es inzwischen eine breite Akzeptanz für das Thema Vereinbarkeit. So steht das Thema „Vereinbarkeit“ in mehr als der Hälfte der Unternehmen zumindest regelmäßig auf der Tagesordnung. Auch der organisatorische Rahmen scheint zu stimmen: Gerade bei der Arbeitszeitgestaltung gehen die Unternehmen auf die Vereinbarkeitsbedürfnisse ihrer Beschäftigten ein. Zu den häufigsten Vereinbarkeitsangeboten gehören eine umsichtige Termingestaltung (81 Prozent), flexible Tages- und Wochenarbeitszeit (75 Prozent) und Home-Office (61 Prozent).

Die Ergebnisse des Kulturchecks machen aber auch deutlich: Betriebe schätzen ihre Unternehmenskultur auf den ersten Blick als deutlich familienfreundlicher ein als sie tatsächlich ist. Die größte Differenz zwischen der eher intuitiven Ersteinschätzung und der nach konkreten Maßnahmen aufgeschlüsselten Detailbetrachtung weist der Bereich „Unternehmensziele und -werte“ auf. Denn oftmals sind die „gefühlten“ Werte tatsächlich nicht in formalen Rahmen wie zum Beispiel Leitbildern verankert. Auch mit Blick auf die Unternehmensgröße gibt es Unterschiede: So ist bei kleineren Unternehmen der Unterschied zwischen der Ersteinschätzung und der tatsächlichen Praxis deutlich ausgeprägter als bei großen Unternehmen. Das Thema Pflege und Beruf spielt in vielen Unternehmen nach wie vor eine unterschiedlich ausgeprägte Rolle. In nur 29 Prozent der kleinen Unternehmen ist es fester Bestandteil oder wird zunehmend zum Thema. Bei großen Unternehmen sind Angebote zum Thema Pflege schon in jedem zweiten Betrieb fester Bestandteil oder werden dies zunehmend.

Den Kulturcheck finden Sie hier.

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