Authentische Bildwelten jenseits von Klischees in der internen Kommunikation zum Thema Beruf und Familie

Hübsche Frau im Businessanzug am Laptop, im Hintergrund ein krabbelndes Kleinkind. Beim Durchstöbern meines Regals finde ich dieses Motiv in vielfacher Ausprägung und erinnere mich dabei an Anfragen von Netzwerkmitgliedern nach Fotos, um damit betriebliche Flyer oder Poster zu bebildern. Ob unsere daraufhin erstellte kleine Bildauswahl zum Herunterladen (zu finden für unsere Mitglieder unter www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk – Bilder und Logos) schon der Weisheit letzter Schluss ist? Sicher nicht, aber zumindest eine kleine Motivsammlung möglicher Alternativen. Denn jeder weiß: An Texten bleibt das Auge – und damit die Aufmerksamkeit – selten hängen, an Bildern schon! Doch wie illustriert man das Thema Beruf und Familie? Und dazu noch in der betrieblichen Kommunikation? Was wirkt stimmig, was wirkt aufgesetzt und unglaubwürdig? Welche Bilder unterstreichen Botschaften und wie kann man mit passenden Motiven Glaubwürdigkeit und Ansprache zu Beruf und Familie unterstützen? Diese Fragen wollen wir in unserer Septemberausgabe unseres „Forum IK“ beleuchten. Wie immer: mit Expertenhilfe sowie Stimmen und Beispielen aus unserem Netzwerk! Viel Spaß beim Lesen!

Freundliche Grüße 

Sofie Geisel
Prokuristin/Projektleiterin


Interne Kommunikation

Das Arbeitsgebiet eines Unternehmens bestimmt das Bild

Claudia Sonntag ist Fotoredakteurin in Hamburg, fotografiert auch selber gern und versucht, einen langen Arbeitstag und ihr Familienleben mit einer fünfjährigen Tochter unter einen Hut zu bekommen. Die 44-Jährige meint, die Motivwahl zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann die Berufs- und Familienwelt auch mit einfachen Mitteln pointiert zusammenführen.

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Interne Kommunikation

Vereinbarkeitserfolge visualisieren

„Bei der TARGOBANK bewerben die Bilder nicht die einzelnen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern sie zeigen deren Erfolge“, sagt Anja Niggemann, Leiterin der Internen Kommunikation bei der Privatkundenbank mit Sitz in Düsseldorf. Sie ist ein gutes Beispiel für diese Personalpolitik: Ihr Sohn ist drei Jahre alt, und sie arbeitet als Führungskraft 30 Stunden in der Woche. „Dass der TARGOBANK die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig ist, wollen wir mit guten Bildern belegen“, so die 43-Jährige.

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Ausgabe September 2013

Ausgabe September 2013

Weil ein Bild mehr sagt als Worte...

Gern werden sie als das „Salz in der Suppe“ bei der Veröffentlichung von Informationen und Texten bezeichnet: Fotos, Grafiken und Illustrationen.

Bilder wecken Interesse am Text, geben Halt beim Lesen und können zentrale Botschaften schnell und unkompliziert vermitteln. Doch gerade beim Thema Beruf und Familie tun sich viele von uns schwer mit der Fotoauswahl und entscheiden sich allzu oft für Stereotype, die eigentlich niemand mehr sehen möchte. Wie Bilder richtig eingesetzt werden, worauf zu achten ist, wenn Sie Ihren Fotografen briefen und was Sie besser nicht bildlich festhalten, dazu hier einige Tipps:

1. Bildkonzept als Basis

Im besten Falle haben Sie schon ein Bildkonzept für Ihre interne Kommunikation, das beschreibt, welche Darstellungsformen und Bildsprache – von Farben bis hin zu Formaten – in Ihrem Unternehmen bevorzugt werden. Für die Familienthemen sollten Sie auf Basis dieses Konzepts ein Subkonzept erstellen und darin festlegen, ob Sie authentische Bilder bevorzugen oder eher Zeichnungen und Stilisierungen, welche Bildsprache die Bilder haben sollten und wen oder was sie gern darauf sehen möchten oder auch nicht. Dass auf eine ausgewogene Darstellung von Männern und Frauen und Kolleginnen und Kollegen jeden Alters zu achten ist, versteht sich dabei von selbst. 

2. Fotografen gründlich briefen

Sollten Sie Fotografen oder Illustratoren beauftragen, achten Sie auf ein ausführliches Briefing. Je präziser Sie beschreiben, was im Text stehen wird und welche Botschaften Sie via Bild transportieren möchten, desto genauer wird er oder sie Ihre Vorstellungen treffen. Wenn Sie Zeit haben, begleiten Sie die Fotografin oder den Fotografen beim Shooting oder sagen Sie, dass auch mal etwas anderes probiert werden kann als das bislang immer wieder gern Fotografierte.

3. Text-Bild-Scheren vermeiden

Sie berichten in einem Text von den Problemen, die Pflege der eigenen Eltern zu organisieren, und platzieren dazu ein Bild mit in die Kamera strahlenden Kollegen an ihrem Arbeitsplatz? Das wäre eine klassische Text-Bild-Schere, die es zu vermeiden gilt. Denn die Aussagen von Text und Bild sollten sich nicht widersprechen, sondern unterstützen und aus dem im Text geschilderten Themen- und Emotionsbereich sein.

4. Kein Bild ohne Bildunterschrift

Bilder ohne Bildunterschriften sind wie Texte ohne Überschrift: unvollendet. Grundsätzlich sollten Sie jedem Bild eine Unterschrift geben, die auf maximal zwei Zeilen beschreibt, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und zu welcher Passage im Text das Bild gehört. Leser verstehen den Text so intuitiver, all jene, die nur die Bilder anschauen, erfassen schnell, worum es im Text geht und entscheiden sich vielleicht doch noch, ihn zu lesen.

5. Stereotype vermeiden

Nutzen Sie die Vielfalt der Menschen, die in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind. Halten Sie immer Augen und Ohren auf nach guten Beispielen für Ihr Thema. Und verzichten Sie bitte auf Stereotype wie die immer glücklich lächelnden jungen Mütter mit blitzsauberen Kindern neben dem Schreibtisch. Das sind Bilder, die Ihre Leser eher verärgern und ihnen die Lust zum Lesen der Artikel nehmen. Seien Sie beharrlich bei der Suche nach dem richtigen Motiv für Ihre Aussagen, sprechen Sie mit Ihrer Fotografin oder Ihrem Fotografen jedes Motiv extra ab und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen erst einmal keine Idee für die Bebilderung der Texte kommt. Werden Sie kreativ und überlegen Sie, was Sie beim Lesen selbst gern auf der entsprechenden Seite als Foto sehen würden.

6. Bildarchive nutzen

Sie haben kein Budget für Fotografen, möchten aber dennoch nicht auf passende Bilder verzichten? Oder die Zeit ist zu knapp, um noch ein Shooting zu veranstalten? Dann nutzen Sie doch große und günstige Online-Fotodatenbanken wie Fotolia, Shutterstock oder Pixelio, die Ihnen lizenzfreie Bilder zu nahezu jedem Thema liefern können. Allerdings sollte hier immer auch darauf geachtet werden, dass die Bilder authentisch wirken und sich nicht zu nahe an Klischees bewegen, so wie es bei einem Bildkonzept, einer Bildidee und Motiventwicklung aus dem eigenen Haus der Fall wäre. Aber Achtung: Beachten Sie bitte die jeweiligen Nutzungsbestimmungen, damit Sie keine Urheberrechte verletzen.

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