Mobile Väter (Teil 2)

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlichen Dank für die rege Beteiligung an unserer Onlinediskussion zum Thema „Mobile Väter“. Dank Ihrer Kommentare konnten wir unter anderem erfahren, dass es für viele Beschäftigte von großer Bedeutung ist, verbindliche Regeln in Form von Dienst- bzw. Betriebsvereinbarungen für das mobile Arbeiten zu haben.

Wir haben versucht, Ihre Kommentare soweit wie möglich in Thesen zusammenzufassen:

Mobile Arbeit ist gerade für Väter wichtig, denn sie unterstützt

  • eine partnerschaftliche Aufgabenteilung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie es Vätern erleichtert, auch nachmittags in der Familie präsent zu sein,
  • vor allem durch alternierende Telearbeit eine bessere Planbarkeit und dadurch eine weitestgehend stabile und regelmäßige Vereinbarkeit,
  • die Einbeziehung und Teilnahme der Arbeitnehmer an betrieblichen Abläufen, ohne dass sie kontinuierlich vor Ort anwesend sein müssen.

Verbindliche und offen kommunizierte Regeln für mobile Arbeit sind wichtig, weil

  • sie verlässliche Rahmenbedingungen auf allen Seiten schaffen,
  • die Geschäftsführung damit ein Klima schafft, in dem mobiles Arbeiten selbstverständlich und ohne Sorge vor Nachteilen angenommen werden kann,
  • sie verhindern, dass es zu einer ständigen Abrufbereitschaft und damit zu einer Überforderung des Einzelnen kommt,
  • Ausnahmegenehmigungen bzw. Einzelfallentscheidungen eher Konflikte und Neid auslösen können,
  • sie den Arbeitgeberwillen dokumentieren, diese Arbeitsformen zu unterstützen.

Andreas Steinle von der Zukunftsinstitut Workshop GmbH entwickelt im Interview eine Perspektive, wie Väter im Jahr 2025 ihre Rollen als Arbeitnehmer und als Familienväter vereinbaren werden. Seine These: Zeitsouveränität wird das neue Statussymbol der Zukunft. Lesen Sie in unserem Unternehmensbeispiel, wie in einem mittelständischen IT-Unternehmen fast alle Beschäftigten mobil arbeiten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre Sofie Geisel


Mobiles Arbeiten

„Wir können unseren Beruf stärker gestalten und autonom mit Ort und Zeit umgehen“

Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut Workshop GmbH schildert im Interview die Arbeitswelt von morgen: autonom fahrende Autos als rollende Büros, schwindende materielle Statussymbole, Zeitsouveränität, mehr Vollzeitväter mit ähnlichen Problemen wie Frauen heute und ein professioneller Umgang mit mobilem Arbeiten.

Weiterlesen


Mobiles Arbeiten

Mitarbeiter- und Kundenwünsche unter einen Hut bringen

Weitgehend unabhängig für Einzelkunden arbeitende Teams, mehrheitlich männliche Beschäftigte und 20 Prozent Väter mit Kindern unter 10 Jahren: Das IT-Unternehmen neuland bremen GmbH versucht immer, Wünsche der Beschäftigten nach mobilem Arbeiten und flexiblen Arbeitszeiten zu realisieren, achtet aber auch auf Kundennähe und intensive Teamarbeit. So beschreibt es Geschäftsführer Thomas Koch im Unternehmensbeispiel.

Weiterlesen

Teile: