Personalmarketing mit Beruf und Familie – auch Männersache

Liebe Leserinnen und Leser,

Väterzeit! Das letzte Mal, dass das Thema Väter so richtig Konjunktur hatte, war 2007. Damals wurden mit dem Elterngeld auch die sogenannten „Partnermonate“ eingeführt. Heute gehen rund 30 Prozent aller Väter in Elternzeit – die Debatte unter der Überschrift „Partnerschaft bei der Vereinbarkeit“, die das Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ beim Unternehmenstag 2014 geführt hat, trägt dem Rechnung. Und wirklich scheint eine zweite „Väterkonjunktur“ zu dämmern: Ein Drittel aller Väter wünscht sich einen Teilzeitarbeitsplatz! Am besten einen zwischen 30 und 35 Stunden. Und: 90 Prozent der Väter definieren ihre Vaterrolle anders als ihre Väter, die sich noch als Familienernährer betrachtet haben. Diese Erkenntnisse aus der ELTERN-Studie "Väter 2014" und der Trendstudie "Moderne Väter" von 2012 haben uns bei diesem „Forum Personalmarketing“ motiviert. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten und Unternehmen sind wir der Frage nachgegangen, ob sich dieses neue Väter(selbst)bild eigentlich auch im Personalmarketing abbildet. Was Unternehmen hier schon tun, was sie tun könnten und wie das auch bei der Zielgruppe ankommt, können Sie in der vorliegenden Ausgabe lesen.

Herzliche Grüße und viel Spaß beim Lesen
Ihre Sofie Geisel


Personalmarketing

Interviews: Rollenvorbilder durch Partnerschaft bei der Vereinbarkeit: Der Teilzeitvater als Talent

Professorin Daniela Eisele fordert, Väter sollten nicht in die traditionelle Mutterrolle schlüpfen, sondern auch in Teilzeit als Talent gelten. Dazu brauchen Männer lebende Vorbilder in ihrem Unternehmen, die zeigen, dass Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Vätern tatsächlich funktioniert, so die Erfahrung von Volker Baisch, Geschäftsführer der Väter gGmbH.

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Personalmarketing

Unternehmensbeispiel und Instrumente: Stellenanzeigen und Vereinbarkeitslösungen nur einen Mausklick entfernt

Wie die Vodafone GmbH sich in Texten und Bildsprache auf Väter einstellt, um sie direkt anzusprechen, darüber berichtet Gerda Köster, Senior Referentin Diversity & Inclusion im Unternehmen. Die Commerzbank wendet sich bereits seit Mitte der 90er Jahre gezielt an Väter. Barbara David, Leiterin Diversity-Management bei der Commerzbank, berichtet, wie dies begonnen hat und wie es heute aussieht.

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Instrumente des Personalmarketing

Instrumente des Personalmarketing

In dieser neuen Rubrik des „Forums Personalmarketing“ möchten wir Ihnen zusätzlich zu den Experteninterviews und Unternehmensbeispielen einen Überblick über die wichtigsten Instrumente des Personalmarketings vorstellen: Welche Kanäle kommen zum Einsatz und wie kann man wo Familienfreundlichkeit platzieren? In den folgenden Ausgaben werden wir diese Serie fortsetzen.

Teil 2

Stellenanzeigen online/Print

Es kommt nicht oft vor, dass in Stellenanzeigen explizit die familienfreundliche Familienpolitik eines Unternehmens angesprochen wird. Dabei ist es gerade für KMU eine gute Möglichkeit, neben dem Anforderungsprofil und den Aufgaben mit einem familienfreundlichen Unternehmensimage bei Bewerbern zu punkten. Logos von Zertifizierungen oder Siegel zur Familienfreundlichkeit in der Anzeige abzubilden, ist ein einfaches und gutes Mittel dafür. Stellenanzeigen – ob mittels Printanzeigen, Online-Inseraten oder mobileoptimierten Inseraten – sollten die emotionale Ebene ansprechen (sogenannte „Touchpoints“ herstellen) und durch einfache, leserfreundliche Sprache gezielt Botschaften senden.

Beruf und Familie im Bewerbungsgespräch

Im persönlichen Gespräch hat ein Unternehmen die Möglichkeit, die Bewerberin oder den Bewerber persönlich kennenzulernen und Fragen zu Work-Life-Balance/Beruf und Familie zu klären. Gleichzeitig kann das Unternehmen sich detaillierter vorstellen. Mit der authentischen Darstellung eines positiven Arbeitsumfelds und den Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, kann ein Unternehmen bei seinen Bewerberinnen und immer mehr auch den Bewerbern punkten. Denn zunehmend wird die Attraktivität des Arbeitgebers auch an der Familienfreundlichkeit des Unternehmens gemessen und die Auswahlentscheidung davon abhängig gemacht. Potenzielle Fachkräfte schneiden das Thema häufig von sich aus an, umso positiver ist der Eindruck, wenn es das Unternehmen selbst tut.

Weitere gute Beispiele:

www.apetito.de/ueber-apetito/jobs-und-karriere/apetito-als-arbeitgeber/arbeitgeber/Seiten/Familienfreundlichkeit.aspx

www.krefeld.de/de/fb-10/wir-sind-ein-flexibles-familienfreundliches-unternehmen/

Hochschulkooperationen

Hochschulkooperationen können durch die Aufnahme direkter Kontakte zu jungen Akademikerinnen und Akademikern eine erfolgreiche Personalpolitik erleichtern. Über einen fachlichen Austausch und eine damit verbundene Präsenz an den jeweiligen Hochschulen ergibt sich die Chance, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Hier können familienfreundliche Maßnahmen eine wichtige Rolle auch im Hinblick darauf spielen, die Beschäftigten der Zukunft zu binden.

Eine gute Hilfestellung und Checklisten für Hochschulkooperationen bietet die Publikation „Fachkräfte sichern – Hochschulkooperation“ des BMWi und Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (http://www.kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de/handlungsempfehlungen/fachkraefte-finden/hochschulkooperation/)

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