Das Kleinteilige hinter dem familienfreundlichen Image

Logo vom Lokalen Bündnis für Familie in Stellenanzeigen

Die WEILBURGER Coatings GmbH hat ihren Hauptsitz mit 260 Beschäftigten in Weilburg an der Lahn im Landkreis Limburg-Weilburg. Dieser hat knapp 170.000 Einwohner und liegt zwischen Taunus und Westerwald. Der Hersteller von innovativen Industrielacken sucht regelmäßig qualifizierte Beschäftigte, wie zum Beispiel Chemikerinnen und Chemiker – einer der Gründe für den Schulterschluss mit anderen Unternehmen der Region. „Wir haben schon 2007 mit Partnern aus der Wirtschaft und der Kommune unsere Kita der Wirtschaft „Unterm Sternenhimmel“ mit flexiblen Betreuungszeiten gegründet“, sagt Dorothée Grebe, Mitglied der Eigentümerfamilie. „Denn Familienfreundlichkeit ist ein starkes Argument für uns, mit dem wir auch werben.“

Grebe engagiert sich seit 2009 zusätzlich im Lokalen Bündnis für Familie im Landkreis Limburg-Weilburg. Ihr Ziel ist es, nicht nur das eigene Unternehmen, sondern die Region für Familien attraktiv zu gestalten und dies im Bewerbermarketing zu nutzen. So wirbt WEILBURGER Coatings in seinen Stellenanzeigen mit dem Logo des Lokalen Bündnisses oder weist seine Familienfreundlichkeit im Anzeigentext aus. Außerdem ist Beruf und Familie immer Thema bei den Bewerbergesprächen. Auch auf der Karriereseite der Homepage wird es demnächst einen Hinweis auf die Mitgliedschaft im Lokalen Bündnis geben - als Informationsquelle für Services rund um Familie. Grebe wird oft auf die Familienfreundlichkeit ihres Unternehmens angesprochen. Werbung von Mund zu Mund ist genau das Prinzip regionaler Vermarktung, das sie fördern möchte. „Durch Mundpropaganda haben wir vor kurzem die Fachbewerbung einer sehr gut qualifizierten Chemielaborantin erhalten.“

„Beim Umzug in eine neue Stadt entscheiden Kinder und Ehepartner mit“

„Ich muss leider kündigen! Meine Frau hat hier einfach nirgendwo andocken können“. Die Abschiedsworte eines qualifizierten Mitarbeiters motivierten Grit Petzholdt-Gühne, seit einem Jahr Personalleiterin der Analytik Jena AG, vor fünf Jahren zur Gründung des „Jenaer Salons“.

In diesem Rahmen treffen sich alteingesessene Jenaer mit den Neuankömmlingen jeden zweiten Dienstag im Monat und vermitteln Erfahrungen, geben Informationen, besuchen kulturelle Highlights wie Ausstellungen, den Stadtspeicher oder das Theaterhaus. Oder man plauscht bei einem gemeinsamen Picknick mit dem Förster im Stadtwald. Der „Salontisch“ schließt jede Aktivität mit einem kulinarischen Happen in einer lokalen Gastwirtschaft ab. So können auch privat Kontakte geknüpft werden. „Beim Umzug in eine neue Stadt entscheiden Kinder und Ehepartner mit“, ist Petzholdt-Gühne überzeugt. Die Analytik Jena AG sponsort den Druck des Jahresprogramms des „Jenaer Salons“. Für Wunschkandidaten, die sich vor dem Umzug mit ihren Familien schon in Jena umschauen wollen, bucht das Unternehmen eine individuell zugeschnittene Stadtführung bei der Wirtschaftsförderung, ebenfalls Bündnispartner. Für den sogenannten „Jenaer Willkommensservice“ erhielt die Wirtschaftsförderung den Preis „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14.

Mit lokalem Familienservice bei Bewerbern punkten

Das Familien-Unternehmen Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. Katrin Fasse, Referentin im Bereich Corporate Human Resources, ist Projektsprecherin bei der Beratungsstelle für Familienangelegenheiten des regionales Netzwerks FABEL (Familienbetreuung Lippe) und seit seiner Gründung 2009 dabei.

„Die Fürsorge für unsere Beschäftigten hat bei Phoenix Contact einen hohen Stellenwert. Deswegen engagieren wir uns auch bei FABEL. Unseren Beschäftigten bieten wir die gängigen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der FABEL-Service ergänzt unser Portfolio sehr gut, da er eine individuelle, schnelle und unbürokratische Betreuung sowie Beratung leistet und Ratsuchende bestmöglich unterstützt. Das erhöht auch die Bindung unserer Beschäftigten an das Unternehmen. Darüber hinaus können wir mit diesem Service bei Bewerberinnen und Bewerbern punkten.“ 

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