Gute Haltung: Erkennbare Skepsis oder ein offenes Lächeln

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht heute auf der Agenda sehr vieler Personalabteilungen. Nicht selten prägt sie die Unternehmenskultur. Dazu haben wir bereits im vergangenen Jahr einiges für Sie zusammengetragen. Warum wir uns dennoch auch in diesem Jahr mit Unternehmenskultur befassen? Wir gehen den nächsten Schritt! Wir fragen nicht mehr, ob Unternehmen Maßnahmen anbieten, sondern ob und wie die Beschäftigten sie nutzen, ob Familienfreundlichkeit tatsächlich gelebt wird. Daher lautet der Titel des Forums: „So bleibt familienfreundliche Unternehmenskultur kein Lippenbekenntnis“. Denn Hand aufs Herz: Reicht es wirklich, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie anzubieten? Oft ist das leider nicht genug, wie Zahlen aus der aktuellen Kulturstudie des Bundesfamilienministeriums zeigen.

Beachtenswert für Unternehmen ist, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen der Familienfreundlichkeit bei den Betrieben selber und bei den Beschäftigten gibt: 44 Prozent der Unternehmen schätzen sich als „sehr familienfreundlich“ ein und geben an, dass die Vereinbarkeit bereits Teil der Unternehmenskultur sei. Dieser Aussage stimmen lediglich 24 Prozent der Beschäftigten zu. 32 Prozent der Beschäftigten geben an, dass die Unternehmenskultur ihrer Arbeitgeber weniger oder nicht familienfreundlich sei, dies sehen nur 16 Prozent der Unternehmen auch so. Die Ursachen für diesen „Kulturgap“ sind vielfältig. Eine davon ist, wie authentisch Führungskräfte mit dem Thema umgehen – für sich selbst und für die Beschäftigten.

Folgende Themenschwerpunkte ergeben sich daraus für die vier geplanten Forumsausgaben in diesem Jahr:

  1. Gute Haltung: Erkennbare Skepsis oder ein offenes Lächeln?
  2. Gutes Handwerk: Vier „Zutaten“ für eine familienfreundliche Kultur
  3. Guter Einstieg: Kulturcheck zeigt drei Unternehmenstypen
  4. Gutes Führen: Mitreißendes Vorbild

Lesen Sie in dieser Ausgabe ein Interview mit Prof. Dr. Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Mit in die Praxis des unternehmerischen Alltags nimmt Sie André Mehlhorn, Geschäftsführer der Finstral GmbH.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

Kirsten Frohnert & Larissa Roy-Chowdhury
Projektleiterin Referentin

Der lange und der kurze Weg zu familienfreundlichem Führen

Professor Dr. Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Er sieht eine familienfreundliche Unternehmenskultur als Grundlage für Betriebe, um ausreichend Fachkräfte anzuwerben. Der Weg dorthin? Der kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Lesen Sie, welche konkreten Maßnahmen Hüther als Überbrückung vorschlägt.  

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Flexibilität mal anders

André Mehlhorn, Geschäftsführer der Finstral GmbH, formuliert klare Anforderungen an seine Führungskräfte: Sie sind nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ein Vorbild für ihr Team. Sie übernehmen Verantwortung und schaffen ein Gefühl der Gemeinschaft. Dieses Gefühl ist mit hohem Familiensinn hinterlegt. Eine eigene Kita entbindet Beschäftigte mit Kindern davon, sich nach starren Öffnungszeiten einer Kita richten zu müssen. Hier ist die Kita flexibel. Lesen Sie, wie das geht.

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Klartext

In der neuen Rubrik „Klartext“ stellen wir eine These zum jeweiligen Schwerpunktthema auf und bitten zwei Expertinnen oder Experten, dazu knapp Stellung zu nehmen. Den Aufschlag machen die Psychologin Julija Mihovilovic und Christian Scholz, Professor für Betriebswirtschaftslehre in Saarbrücken. Bei den Kommentaren handelt es sich um persönliche Ansichten der Autorin bzw. des Autors.

These: Unternehmen werden – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten – betriebliche Lösungen zu Arbeitszeiten und -orten zugunsten individueller Absprachen aufgeben, um die Generationen Y und Z zu binden. Richtig oder falsch?

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So geht's

Wissen Sie, welche Vorteile Sie als Arbeitgeber von einer familienfreundlichen Unternehmenskultur haben? Und welche Erfolgsfaktoren Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Unternehmenskultur familienfreundlicher ausrichten möchten? Antworten auf diese Fragen gibt unser Erklärfilm „Familienfreundliche Unternehmenskultur“.

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