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Steigende Nachfrage nach vollzeitnaher Teilzeit

Gemeinsame Befragung des BMFSFJ und des Bundesverbandes der Personalmanager zeigt: Unternehmen reagieren auf Nachfrage nach vollzeitnaher Teilzeit.

Bild zeigt: Die Befragung „Vollzeitnahe Teilzeit – ein Instrument zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die Befragung „Vollzeitnahe Teilzeit – ein Instrument zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die Befragung „Vollzeitnahe Teilzeit – ein Instrument zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zeigt: Unternehmen erkennen den Bedarf und die steigende Nachfrage nach vollzeitnaher Teilzeit für ihre Beschäftigten in verschiedenen Lebenslagen. So rücken neben Müttern auch Väter und Beschäftigte mit Pflegeaufgaben oder anderen private Verpflichtungen verstärkt in den Fokus. Für die gemeinsame Studie des Bundesfamilienministeriums und des Bundesverbandes der Personalmanager wurden mehr als 1.500 Personalverantwortliche von Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen befragt.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant, künftig verstärkt vollzeitnahe Teilzeit anzubieten.

Nahezu alle teilnehmenden Unternehmen bieten Teilzeit in unterschiedlichem zeitlichen Umfang an. Hierbei sind vollzeitnahe Modelle stärker verbreitet als „klassische“ (Arbeitszeit kleiner als 50 Prozent). Vollzeitnahe Teilzeit zwischen 75 und 90 Prozent ist dabei in etwa jedem zehnten Unternehmen das am weitesten verbreitete Modell. Dieser Anteil dürfte in Zukunft steigen: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen plant, künftig verstärkt vollzeitnahe Teilzeit zwischen 26 und 35 Stunden anzubieten, denn Personaler halten dieses Arbeitszeitmodell nicht nur für Frauen, sondern fast die Hälfte auch für ihre männlichen Beschäftigten für wichtig. Für 88 Prozent ist das Modell zudem besonders für Führungskräfte geeignet.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig kommentiert die Ergebnisse so: „Vollzeitnahe Arbeitszeitmodelle sind auf dem Vormarsch. Und sie treffen die Bedürfnisse von Müttern und Vätern, die beruflich weiterkommen wollen, sich  aber auch Zeit für ihre Kinder wünschen. Mit der geplanten Familienarbeitszeit wollen wir diesen Trend aufgreifen und solche Modelle unterstützen.“

Je familienfreundlicher ein Unternehmen aufgestellt ist, desto eher bietet es solche Modelle an. Aktuell nutzen 7 von 10 Unternehmen das Modell der vollzeitnahen Teilzeit für eine geringe Arbeitszeitreduzierung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die größten Herausforderungen sind laut der Befragung der Anspruch auf neue flexible Lösungen bei der Aufgabenverteilung und die Abdeckung von Servicezeiten sowie die Gefahr der Arbeitsverdichtung. Die Akzeptanz von Führungskräften, Flexibilität und Kommunikation sind zentrale Erfolgsfaktoren für die Einführung des Modells.

Hier finden Sie die ausführlichen Ergebnisse der Befragung.

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