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Vereinbarkeit – eine Aufgabe fürs Personalmanagement

Auf dem Fachgruppentag des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) in München stand Familienfreundlichkeit im Mittelpunkt.

Ute Lysk (Unternehmensprogramm Erfolgsfaktor Familie), Dr. Katharina Herrmann (Vizepräsidentin des BPM) und Petra Mackroth (Abteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium), Quelle: Kalle Singer

Welche Kultur braucht es in Unternehmen, um Vereinbarkeit zu leben und welche Rolle spielt die Personalentwicklung dabei? Was können Personalerinnen und Personaler für mehr Familienfreundlichkeit tun und was hilft ihnen konkret dabei? Diese Fragen diskutierten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BPM-Fachgruppentages am 27. November 2019 in München. Im Mittelpunkt stand der Fortschrittsindex Vereinbarkeit, ein Online-Tool, das gemeinsam vom Bundesverband der Personalmanager, dem Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag entwickelt wurde. Der Index gibt Personalerinnen und Personalern die Möglichkeit, Familienfreundlichkeit im eigenen Unternehmen anhand von zwölf Kennzahlen zu messen und sich mit anderen zu vergleichen.

Familienfreundliche und flexible Arbeitgeber punkten bei Beschäftigten
Neben der Vorstellung des Fortschrittsindex Vereinbarkeit diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der neun Fachgruppen unter anderem darüber, wie Personalmanagerinnen und -manager die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Personalstrategien verankern und diese Angebote auch in Recruiting-Strategien integrieren können. Hier ging es vor allem um die Frage, welche Rolle Führungskräfte als Vorbilder für Vereinbarkeit im Alltag einnehmen und wie sie so Akzeptanz im Unternehmen schaffen können.
Petra Mackroth, Leiterin der Abteilung Familie im Bundesfamilienministerium, erläuterte in ihrer Keynote, wie Unternehmen durch Familienfreundlichkeit und Flexibilität mehr wirtschaftlichen Erfolg generieren können und verwies auf den hohen Bedarf der Beschäftigten nach flexiblen Lösungen. Solche Angebote seien besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.

Vereinbarkeit bleibt ein gesellschaftlich und unternehmerisch relevantes Thema
Dr. Katharina Herrmann, Vizepräsidentin des BPM und Mentorin der Fachgruppe, betonte zum Abschluss des Fachgruppentages, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch stärker in das Bewusstsein von Management und Führungskräften verankert werden kann: „HR kann die Frage der Vereinbarkeit im Unternehmen koordinieren und spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung. Vereinbarkeit sollte weitergedacht werden – ob die Betreuung von Kindern, die Pflege von älteren Familienmitgliedern oder ein Ehrenamt: Vereinbarkeit bedeutet für jeden etwas anderes und ist für alle wichtig“.
Der BPM und das Bundesfamilienministerium arbeiten bereits seit Jahren im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ zusammen und entwickeln gemeinsam Lösungen für eine familienfreundliche Personalpolitik. Im Oktober 2019 unterzeichneten die Staatssekretärin des Bundesfamilienministeriums, Juliane Seifert, und die Präsidentin des BPM, Inga Dransfeld-Haase, einen gemeinsamen „Letter of Intent“, um die Kooperation weiter zu stärken und in die Zukunft zu führen.

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