Aktuelles

Was Suchmaschinen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verraten

Welche Begriffe rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden in Deutschland am häufigsten online recherchiert und was verrät das über die Bedürfnisse der Zielgruppe? „Erfolgsfaktor Familie“ hat dazu bei Google Deutschland nachgefragt. Die Ergebnisse bestätigen die Zukunftstrends einer familienbewussten Personalpolitik.

Bild zeigt: Grafik zu Interesse an den Suchbegriffen "Teilzeit" und "Home-Office"

Interesse an den Suchbegriffen "Teilzeit" und "Home-Office". Quelle: google.de

Flexible Arbeitszeitmodelle, Home-Office oder Elternzeit: Suchanfragen zeigen, was Internetnutzer in Deutschland beim Thema Vereinbarkeit interessiert. Welche Begrifflichkeiten aber sind es genau und was lässt sich daraus für Unternehmen ableiten? Auf Anfrage von „Erfolgsfaktor Familie“ hat Google Deutschland Suchbegriffe zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie für den Zeitraum 2004 bis 2016 sondiert und gewichtet.

Dabei ergab sich folgende Reihenfolge (Schreibweisen vereinheitlicht):

  • Teilzeit
  • Home-Office
  • Elternzeit Vater
  • Work-Life-Balance
  • Familie Beruf
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Betriebliche Kinderbetreuung
  • Kind und Karriere
  • geteilte Elternzeit
  • Vollzeitnahe Teilzeit

Der Begriff „Teilzeit“ wird demnach noch vor dem „Home-Office“ am häufigsten gesucht, dicht gefolgt von der „Work-Life-Balance“, während sich das Thema betriebliche Kinderbetreuung eher auf den hinteren Plätzen der Liste abspielt. „Home-Office“ wurde bis 2007 kaum auf Google gesucht, erlebt dann bis 2010 einen starken Zuwachs, sodass der Begriff sogar zahlenmäßig fast zum Suchvolumen von „Teilzeit“ aufschließt. Seitdem stagniert das das Interesse am „Home-Office“ mit leichten Schwankungen.

Die Suchergebnisse untermauern die vom Bundesfamilienministerium veröffentlichte Expertise „Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Die Studie zeigt, dass sich Eltern eine gleichberechtigte Aufteilung von Familien- und Erwerbszeit wünschen. Die Realität sieht allerdings so aus, dass bei rund zwei Drittel der Eltern nur ein Elternteil in Vollzeit arbeitet. In den meisten Fällen ist dies der Vater, während Mütter in der Regel gar nicht oder höchstens mit 24 Stunden pro Woche berufstätig sind. Das Thema Teilzeit spielt somit für die Lebenswirklichkeit von Familien eine wichtige Rolle.

Auch beim Home-Office ähneln sich die Ergebnisse der Expertise und die Suchmaschinenauswertung zum Thema Vereinbarkeit. So stellt die Expertise dar, dass die Nutzung digital unterstützter Arbeitsmodelle derzeit in Deutschland im EU-Vergleich weniger stark verbreitet ist. Im Jahr 2014 nutzten gerade einmal 11 Prozent der Beschäftigten das Home-Office – deutlich weniger, als im Durchschnitt der westeuropäischen EU-Länder (17 Prozent) oder der skandinavischen EU-Länder (27,5 Prozent).

Die Expertise „Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ können Sie hier einsehen.

Teile: