Steckbrief

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Bernadette Imkamp, Teilzeit

Bernadette Imkamp

Position: Projektleitung „Generationenmanagement in der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG“ und Leitung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
Tätigkeit: Projektleitung „Generationenmanagement in der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG“ und Leitung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
Unternehmen: Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
Ort: 74523 Schwäbisch Hall
Bundesland: Baden-Württemberg
Branche: Finanzdienstleistung
Mitarbeiter: 3.000

„Mein Arbeitgeber konnte nach meinen beiden Babypausen schnell wieder auf meine Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen“

In welchem Arbeitszeitmodell arbeiten Sie und wodurch zeichnet es sich aus?

Ich arbeite momentan in Teilzeit an drei Arbeitstagen. Das entspricht 60 Prozent einer Vollzeitstelle.

Warum nutzen Sie familienbewusste Arbeitszeiten und wie profitieren Sie davon?

Mit zwei kleinen Kindern, einem vollberufstätigen Mann, der in einem 70 Kilometer entfernten Unternehmen arbeitet, und ohne familiäre Unterstützung in der näheren Umgebung ist eine Vollzeitstelle für mich derzeit nicht denkbar. Da ich aber beruflich am Ball bleiben und auch weiterhin in einer Führungsfunktion tätig sein möchte, profitiere ich sehr von meiner Teilzeittätigkeit. Diese habe ich in Abstimmung mit meinem Arbeitgeber so organisiert, dass ich Dienstag bis Donnerstag in Vollzeit im Unternehmen bin und im Regelfall Freitag bis Montag für meine Familie da sein kann. In dieser Zeit bin ich jedoch telefonisch erreichbar und bei Terminen auch so flexibel, meine Arbeitstage bei Bedarf anders zu legen.

Seit wann nutzen Sie familienbewusste Arbeitszeiten?

Nach meinem ersten Mutterschutz habe ich im September 2005 erstmals familienbewusste Arbeitszeiten genutzt, indem ich meine Arbeitszeit auf 80 Prozent herabgesetzt habe. Während dieser Zeit habe ich gleichzeitig meine erste Führungsaufgabe als Leiterin der Personalentwicklung übernommen. Nach der Geburt meiner zweiten Tochter habe ich ein Jahr Elternzeit genommen und bin danach im Mai 2009 mit 60 Prozent wieder an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt. Diese 60 Prozent werde ich voraussichtlich bis zum dritten Geburtstag meiner jüngeren Tochter im Mai 2011 beibehalten und dann auf 80 Prozent erhöhen. Mit diesen 80 Prozent könnte ich dann auch in Abstimmung mit meinem Arbeitgeber mehr Verantwortung für eine größere Einheit übernehmen.

Welche Vorteile schöpft Ihr Arbeitgeber daraus?

Mein Arbeitgeber konnte trotz meiner beiden Babypausen schnell wieder auf meine Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen. Da mir bewusst ist, dass familienbewusste Arbeitszeiten nur in einem Geben und Nehmen funktionieren, kann sich mein Arbeitgeber 100-prozentig auf meine Flexibilität verlassen. Für mich ist es selbstverständlich, meine Arbeitszeit – wenn erforderlich – den Aufgaben anzupassen. Dafür kann ich im Gegenzug auch Ausgleich nehmen, wenn ich aus familiären Gründen, wie bei der Erkrankung meiner Kinder, zu Hause bleiben muss.

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