Steckbrief

Fraport AG, Anna Hautzel, Jobsharing mit Telearbeit

Anna Hautzel

Position: Aufgabenleiterin Organisation und Qualität
Unternehmen: Fraport AG
Ort: 60547 Frankfurt am Main
Bundesland: Hessen
Branche: Luftverkehr
Mitarbeiter: 12.000

„Durch das Jobsharingmodell ist trotz Teilzeit immer jemand im Dienst“

In welchem Arbeitszeitmodell arbeiten Sie und wodurch zeichnet es sich aus?

Ich teile mir eine Stelle mit einer anderen Mutter und arbeite 19,5 Stunden die Woche. Zwei Tage davon bin ich in Gleitzeit im Büro, einen halben Tag arbeite ich zu Hause. Wenn ich im Büro bin, holt mein Mann, der in Gleitzeit arbeitet, die Kinder aus dem Kindergarten beziehungsweise dem Hort ab. Diese 50-Prozent-Woche habe ich erst seit Oktober 2010, zuvor habe ich zwei Jahre lang 30 Stunden pro Woche gearbeitet, die ich auf zwei Tage im Büro und drei Tage im Home-Office verteilt habe.

Warum nutzen Sie familienbewusste Arbeitszeiten und wie profitieren Sie davon?

Mit meinen drei Kindern im Alter von vier bis acht Jahren wäre eine volle Stelle mit starren Zeiten für mich nicht zu bewältigen. Durch die Gleitzeit und den Heimarbeitsplatz bin ich jedoch flexibel genug, um weiter zu arbeiten und mich dennoch um die Kinder zu kümmern. Erst die familienbewussten Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen ermöglichen mir, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Ich kann mir nicht vorstellen, in naher Zukunft wieder Vollzeit zu arbeiten.

Welche Vorteile schöpft Ihr Arbeitgeber daraus?

Zum einen verliert er keine qualifizierte Mitarbeiterin, zum anderen gibt es kaum Fehlzeiten, weil ich durch die Gleitzeit und den Heimarbeitsplatz sogar dann weiterarbeiten kann, wenn meine Kinder krank sind. Durch das Jobsharingmodell ist trotz Teilzeit zudem immer jemand „im Dienst“. Auch profitiert mein Arbeitgeber von dem auffällig großen Engagement aller Eltern, die in flexiblen Modellen arbeiten.

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