Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH: Fünf zusätzliche „Babytage“ für einen familienfreundlichen Start

Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH

Beschäftigte: 700 
Standort: 66386 St. Ingbert/Saarland 
Branche: Gesundheitswirtschaft 

Was?

Mit fünf zusätzlichen „Babytagen“ unterstützt das Kreiskrankenhaus St. Ingbert Eltern in einer besonders wichtigen Lebensphase. Das Angebot ermöglicht Beschäftigten, mehr Zeit mit ihrem neugeborenen Kind und der Familie zu verbringen und setzt zugleich ein sichtbares Zeichen für eine familienbewusste Unternehmenskultur. 

Warum? 

Die Idee entstand im Zuge der Diskussionen rund um die europäische Vereinbarkeitsrichtlinie. Oliver Steffen, Projektmanager für Digitalisierung und Organisationsentwicklung, regte an, im Kreiskrankenhaus St. Ingbert sogenannte „Babytage“ einzuführen.

Während der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bereits einen Tag Sonderurlaub vorsieht, entschied sich das Krankenhaus, diesen Anspruch um vier weitere Tage für den zweiten Elternteil zu erweitern. So stehen Beschäftigten insgesamt fünf „Babytage“ nach der Geburt eines Kindes zur Verfügung.

„Wir haben gesehen, dass dieses Angebot ein kleiner Hebel mit große

Wie?

Die Einführung der „Babytage“ verlief unkompliziert: Nachdem die Geschäftsführung den Vorschlag befürwortet hatte, wurde der Betriebsrat frühzeitig eingebunden und unterstützte das Vorhaben. Bereits zwei Monate später trat eine entsprechende Betriebsvereinbarung in Kraft.

Sie regelt unter anderem:

  1. Die Vereinbarung gilt ab dem Datum des Abschlusses und rückwirkend für bis zu sechs Monate.
  2. Die fünf „Babytage“ können innerhalb der ersten zwölf Monate nach der Geburt flexibel eingesetzt werden und müssen nicht unmittelbar nach der Geburt genommen werden.
  3. Das Angebot steht unabhängig von der jeweiligen Familienkonstellation allen Eltern offen. Als Nachweis genügt die Geburtsurkunde.

Kommuniziert wurde das neue Angebot über digitale Kanäle, Mitarbeiterinformationen sowie das Schwarze Brett, damit auch Beschäftigte ohne regelmäßigen Internetzugang erreicht werden.

Erfahrung?

Das Angebot wird von den Beschäftigten gut angenommen. „Sieben Väter haben es seit der Einführung im Jahr 2023 bereits genutzt“, berichtet Oliver Steffen.

Die „Babytage“ sind Teil eines umfassenden familienbewussten Leistungspakets des Kreiskrankenhauses St. Ingbert. Aus Sicht des Hauses stärkt das Angebot die Arbeitgeberattraktivität und schafft einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften. „In der Region haben wir damit ein Alleinstellungsmerkmal als Arbeitgeber“, betont Oliver Steffen.

Als wichtige Erfolgsfaktoren nennt er die klare Unterstützung durch die Krankenhausleitung sowie die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. 

Tipp?

„Wenn Sie Angebote wie die ‚Babytage‘ planen, sollten Sie die zu erwartende Nachfrage und die entstehenden Kosten im Vorfeld realistisch einschätzen“, rät Oliver Steffen. Ebenso wichtig sei es, die Mitarbeitervertretung oder die Beschäftigten frühzeitig in die Planungen einzubeziehen. Das fördere die Akzeptanz und erleichtere die erfolgreiche Umsetzung neuer familienfreundlicher Maßnahmen.