Warum mobiles Arbeiten nur mit Beziehung und Erwartungsabgleich funktioniert

ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH

Beschäftigte: 102
Standort: Dresden
Branche: IT-Beratung

Was?

Mobiles Arbeiten ist bei ITARICON ein wichtiges Instrument der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben und bindet Fachkräfte. Es ist vor allem dann erfolgreich, wenn es (neuen) Beraterinnen und Beratern gelingt, eine stabile Bindung ans Unternehmen und seine Menschen aufzubauen.

Warum? 

„Nur, wenn in den Familien alles in Ordnung ist, können sich die Kolleginnen und Kollegen voll auf ihre Aufgaben konzentrieren. Dafür schaffen wir möglichst passende Freiräume“, sagt Mandy Hildebrandt, Lead Talent Management People & Culture bei ITARICON. Ziel ist es, Fachkräfte zu binden und auch bei mobilem Arbeiten eine Kultur des Austauschs und der Verbundenheit zu fördern. „Wir erwarten Reisebereitschaft und Flexibilität im Kundenkontext und ermöglichen im Gegenzug ein hohes Maß an Vereinbarkeit.“

Wie?

ITARICON verzichtet bewusst auf allzu starre Vorgaben für mobiles Arbeiten. Stattdessen werden individuelle Absprachen getroffen, die sich an der jeweiligen Lebenssituation und den Anforderungen des Kundenprojektes orientieren. Die Präsenz wird zwischen Teamlead und Mitarbeitenden vereinbart. Gleichzeitig gibt es gemeinsame Leitplanken: Neue Mitarbeitende absolvieren ihr Onboarding vor Ort in Dresden, Teams vereinbaren Meetings und Erreichbarkeiten eigenständig und bei Teamtagen sowie unternehmensweiten Officemeetings ist persönliche Präsenz ausdrücklich erwünscht. Je nach Lebenssituation können Beschäftigte auch nur ein- oder zweimal pro Monat vor Ort arbeiten. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung des Unternehmens, dass mobiles Arbeiten nicht für jede Person gleichermaßen geeignet ist. Der Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen und der regelmäßige Austausch mit dem Team spielen dabei eine zentrale Rolle. Unterstützen soll dabei ein Mentoringprogramm, das fester Bestandteil jedes Onboardings ist. Alle neuen Mitarbeitenden erhalten eine Mentorin oder einen Mentor. Mentor:innen müssen mindestens ein Jahr im Unternehmen sein und treffen sich zunächst einmal pro Woche mit ihrem Mentee, später bedarfsorientiert. Im Zentrum stehen Erwartungen, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur. Die Treffen können auch virtuell stattfinden. In einzelnen Tandems haben sich zudem gemeinsame virtuelle Mittagspausen als Austauschformat etabliert. Gerade für Mitarbeitende, die überwiegend mobil arbeiten oder weiter entfernt vom Standort wohnen, kann dies eine zusätzliche Anbindung schaffen.

Erfahrung?

„Ob mobiles Arbeiten funktioniert, ist auch eine Typfrage. Manche Menschen brauchen mehr Austausch als andere. Dennoch haben wir gemeinsame Leitplanken, auf denen wir aufbauen“, sagt Mandy Hildebrandt. Die Integration neuer Mitarbeitender bleibt auch im hybriden Arbeiten eine Herausforderung. Deshalb schafft ITARICON bewusst Anlässe für Begegnung und Austausch. Ein wichtiger Baustein ist dabei das  Mentoringprogramm. Die Rückmeldungen sind positiv und viele Tandems bestehen über die Probezeit hinaus. 

Tipp?

„Achten Sie auf einen gegenseitigen Erwartungsabgleich: Wir ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität, erwarten im Gegenzug jedoch auch Reisebereitschaft und Verlässlichkeit im Kundenkontext. Persönliche Beziehungen und Zugehörigkeit müssen dabei aktiv gefördert werden.“